Bezirksversammlung Eimsbüttel

Auszug - Gesamtkonzept zur Umsetzung erforderlicher Baum-Schnittmaßnahmen im Flughafenbereich  

 
 
Sitzung des Regionalausschusses Lokstedt
TOP: Ö 12
Gremium: Regionalausschuss Lokstedt Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 10.11.2014 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 22:05 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungssaal Garstedter Weg
Ort: Garstedter Weg 13, 22453 Hamburg
 
Protokoll
Abstimmungsergebnis

Teilnehmer: Herr Schmidt (Flughafen Hamburg GmbH), Herr Dr. Schiwek (Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation BWVI-), Herr Schulz (Fachamt Management des öffentlichen Raumes -MR-) und Herr Wurster (Förster)

 

Anhand einer PowerPoint-Psentation geben Herr Schmidt und Herr Dr. Schiwek einen Sachstandsbericht zum Hindernisfreischnitt und erläutern das auf der Grundlage eines Gutachtens zwischen der BWVI, dem rster sowie dem Fachamt -MR- und dem Flughafen abgestimmte Vorgehenr Baumckschnittmaßnahmen im Bereich Niendorf in den besonderen Teilbereichen Niendorfer Gehege, Niendorfer Friedhof und Bäume im öffentlichen Raum. Kontakt zum Verein Pro Niendorfer Gehege habe es ebenfalls gegeben.

(Die Präsentation liegt der Niederschrift als Anlage bei.)I

 

Herr Schulz verweist auf die Bemühungen, die Maßnahmen nachhaltig zu gestalten. So würden die Straßenbäume am Vogt-Cordes-Damm, die keine lange Lebenserwartung mehr hätten, durch Neupflanzungen mit geringer Wuchshöhe ersetzt. Ersatzpflanzungenrden nicht nur 1:1, sondern auch verlorengehendes Grün ggf. an anderer Stelle kompensiert.

Im Forstbereich würden jetzt schon Rückschnittmaßnahmen durchgeführt, damit nicht die Durchdringungshöhe erreicht werde.

 

Herr Wurster nimmt aus Sicht der Revierförsterei Stellung. Er begrüßt die Entwicklung eines gemeinsamen Vorgehens mit dem Flughafen und eines fachlich qualifizierten Grünschnitts. In einem engen Raster sei fast jeder Baum untersucht worden und eine Grundlage für langfristige Maßnahmen geschaffen worden. So könnten auch zukünftig gutachterliche Kosten gespart werden. Grundsätzlich solle der Wald erhalten werden. 1/3 der Waldfche sei so jung, dass eine Steuerung des Baumwuchses statt in die Höhe in die Breite glich sei. Bei alten umen und großen Rückschnittmaßnahmen nnte der Baum nicht erhalten werden und eine Fällung sei notwendig. Im Rahmen der Durchforstung könnten schon jetzt Maßnahmen ergriffen werden. Er freue sich über die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Flughafen.

 

Im Anschluss beantworten die Referenten und Vertreter der Bezirksverwaltung Fragen der Ausschussmitglieder sowie rgerinnen und Bürger.

Herr Schmidt macht deutlich, dass im Falle des Forstbereiches der Wald nachgepflanzt werde. Bei erforderlichen Baumfällungen im öffentlichen Bereich werde der Grünersatz genau festgelegt und erstattet. Die Ersatzpflanzung und Baumpflege werde durch eine Fachfirma durchgeführt. Für die Privatfläche des Friedhofs sei dieser für den Baumschnitt selber zuständig. Seien die Arbeiten früher nicht fachgerecht durchgeführt worden, so finde heute ein anderer Umgang mit Grün statt. Von den 1.000 untersuchten Bäumen sei nicht jeder unbedingt von Mnahmen r den Hindernisckschnitt betroffen.

Sollten durch einen falschen Baumschnitt Fällungen erforderlich sein, würden diese nachgepflanzt/ersetzt. Im Bereich des Alten Niendorfer Friedhofs befänden sich Baumriesen (Einzelbäume oder Baumgruppen). Bevor ein Baum gefällt werde, würden vorher alle Möglichkeiten für den Erhalt geprüft und ergriffen. So gäbe es auch die absolute Ausnahmemöglichkeit einer Hindernisbefeuerung.

Eine erneute Berichterstattung im Ausschuss über weitere Details, wie z.B. die Anzahl der zu llenden Bäume, sei nicht vorgesehen.

Auf das Unverständnis eines rgers über die große Anzahl der betroffenen Bäume, obwohl alle vier Jahre eine Überprüfung und erforderliche Baumschnittmaßnahmen durchgeführt werden, verweist Herr Schmidt auf die Differenz in den An- und Abflugsicherungshöhen von 3-4 Meter.

Herr Dr. Schiwek erklärt, dass eine Ersatzpflanzung am Vogt-Cordes-Damm durch Obstbäume aus Sicherheitsgründen für den Flugverkehr nicht möglich sei, da dieume Vögel anziehenrden.

 

Herr Schulzhrt aus, dass das Verfahren zur Information des Ausschusses über Baumfällungen im öffentlichen Raum festgelegt sei. Das Fachamt werde in der Baumfällliste die Bäume markieren, die aufgrund der Flugsicherheit gefällt werden müssen. Die Öffentlichkeit verweist er auf das gemäß Transparenzgesetz zu veröffentlichende Baumkataster.

 

Die Ausschussmitglieder bedanken sich für die Abarbeitung des Beschlusses der Bezirksversammlung initiiert durch den RA/Lo. Das Konzept wird für stimmig und die Zusammenarbeit zwischen Flughafen, Behörde und Bezirksamt positiv gesehen. Der Wald sei bei Herrn Wurster und der Revierförsterei in guten Händen.

Es wird insbesondere auf das Erfordernis eines fachgerechten Baumschnitts und als Negativbeispiel auf den grauenhaften Baumschnitt an der Tarpenbek hingewiesen.

An die Referenten geht die Bitte, zu kommunizieren, dass die Baumschnittarbeiten an der Tarpenbek unsachgemäß durchgeführt wurden und in die Planung glicher Ersatzmnahmen mit einzubeziehen sind.