Bezirksversammlung Eimsbüttel

Auszug - Verlagerung TSV Stellingen  

 
 
Sitzung des Regionalausschusses Stellingen
TOP: Ö 6
Gremium: Regionalausschuss Stellingen Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 26.01.2015 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 21:20 Anlass: Sitzung
Raum: Raum 200 (großer Sitzungssaal), 2. Stock
Ort: Basselweg 73, 22527 Hamburg
 
Protokoll
Abstimmungsergebnis

Frau Mohr, 1. Vors. des TSV Stellingen, gibt einen historischen Überblick über die Entwicklung der Vereinsfläche am Standort Sportplatzring und geht auf Planungen zur Verlegung des Sportplatzes zur Vogt-Kölln-Straße (B-Plan Eidelstdt 61) zugunsten von Wohnungsbau am Sportplatzring ein. Sie stellt die sich daraus ergebende Problematik für den Verein sowie Vereinssport dar. Ursprünglich sollten Verein und Sportplatz zusammen verlegt werden. Der Wohnungsbauinvestor habe Interesse an dem Kauf des Vereinsgrundstücks gezeigt, es gebe jedoch Unklarheit über den Grundstückswert der Vereinsfläche (fehlende Abstandsflächen sowie Ausweisung einer Straßenfläche r den Sportplatzring betreffend die Lindenallee). Um nicht unter dem Verkehrswert zu verkaufen, dazu wäre auch ein Beschluss der Bürgerschaft erforderlich, solle die Sportfläche verlegt werden und der Vereinssitz zentral und verkehrsgünstig gelegen im Stadtteil am Sportplatzring verbleiben. Es gebe die Option mit in die Planung des Investors einbezogen zu werden. Es stelle sich in diesem Zusammenhang die Frage, wie die Zeit der Vereinsarbeit zwischen dem Abriss des Vereinshauses und Herstellung des Neubaus überbrückt werden könnte (roräume/Geräte lagern). Die Kosten für den Neubau lägen für den Verein bei 4 Mio. Euro. Die Stadt habe keine Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung gesehen.

Es hätten in der Vergangenheit mehrere Gespräche zur Lösungsfindung mit dem Bezirksamt stattgefunden. Zuletzt habe das Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung vorgeschlagen, dass der Verein auf eigenem Boden verbleibe, etwas Fläche an den Investor verkaufe und auf eigener Fläche einen sechsstöckigen Neubau errichte. Stellplätze könnten dann dem Verein dauerhaft in einer Tiefgarage zur Verfügung gestellt werden. Problematisch sei allerdings, dass der Verein während der Bauphase kein Dach über dem Kopf habe und die alte Gebäudesubstanz des Vereinshauses aus dem Jahr 1902 keine sechs Stockwerke trage.

Auf Fragen der Ausschussmitglieder antwortet Frau Mohr, dass der Vereinssport hauptsächlich in Schulsport-Hallen stattfinde, auf dem Sportplatz werde nur Fußball gespielt. Sie macht deutlich, dass der Verein nicht frei über sein Grundstück bzw. eine Bebauung verfügen könne, da dieses im B-Plan ausgewiesen und vom Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung mit überplant werde. (Zur näheren Erläuterung liegen der Niederschrift für die Ausschussmitglieder Planauszüge bei.)

Sie stellt weiter fest, dass eine übergangsweise Nutzung schulischer Räume am Brehmweg keine Lösung bringe, da der Weg von Stellingen zum Brehmweg für Senioren zu weit sei. Sie befürchte Austritte von Vereinsmitgliedern.

Sie weist ferner darauf hin, dass am nächsten Montag ein neuerliches Gespräch mit dem Fachamt stattfinde.

 

Herr Brunckhorst betitelt den Umgang der Stadt mit dem Verein als beschämend. Es müsse im Interesse der Stadt sein,r den Verein eine akzeptable und tragbare Lösung zu finden und diesen zu unterstützen.

 

Herr Schreiber verweist auf die Befassung durch den Stadtplanungsausschuss (Stapla), finde es jedoch gut, dass der Regionalausschuss über den Sachverhalt informiert wurde. Nähere Einschätzungen seien aus seiner Sicht ohne weitere Kenntnisse über die Meinungsbildung im Stapla und der Verwaltung nicht möglich.

 

Ein Vertreter des Bürgervereins weist auf die Gastronomie auf der Sportanlage als Begegnungsstätte hin.

 

Herr Dr. Freitag sagt zu, sich zur Situation des Vereins mit dem Fachamt in Verbindung zu setzen und signalisiert ein bestehendes Interesse seitens der Verwaltung, dass der Verein auch weiterhin ein gutes Sportangebot bieten könne.

 

Die Vorsitzende bedankt sich bei Frau Mohr r die Ausführungen.