Bezirksversammlung Eimsbüttel

Auszug - Sicherheit im Bezirk Eimsbüttel, Regionalbereich Lokstedt  

 
 
Sitzung des Regionalausschusses Lokstedt
TOP: Ö 8
Gremium: Regionalausschuss Lokstedt Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 06.07.2015 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:35   (öffentlich ab 19:05) Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungssaal Garstedter Weg
Ort: Garstedter Weg 13, 22453 Hamburg
 
Protokoll
Abstimmungsergebnis

Teilnehmer: die Herren Penack (Polizeikommissariat 24) und Dorn (Landeskriminalamt Hamburg)

 

Es erfolgt eine kurze Einführung in die Thematik durch Herrn Penack. Sein Resümee aus Sicht des PK 24: Das Leben in den Stadtteilen Niendorf und Schnelsen ist sehr sicher und die Kriminalitätsbelastung insbesondere im Vergleich zu anderen Stadtteilen gering. Wo es erforderlich ist, werden Maßnahmen zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger ergriffen.

 

Der Vorsitzende weist darauf hin, dass die geforderte Stellungnahme zur Sicherheit in den Verkehrsbetrieben nachgereicht werde.

 

Herr Dorn gibt anhand der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2014 einen Überblick über die Entwicklung der Straftaten - nach ausgewählten Deliktsbereichen - in den Stadtteilen Lokstedt, Niendorf und Schnelsen. Im Hinblick auf die Gesamtzahlen der Straftaten sei im Bezirk Eimsbüttel ein Rückgang um 2,6 % zu verzeichnen. Generell sei die Lage im Bezirk positiv. Bezogen auf die Stadtteile ergebe sich im Vergleich 2013 zu 2014 folgendes Bild:

Straftaten insgesamt

Niendorf:              Abnahme um              79 Fälle =              2,6%

Schnelsen:              Abnahme um              269 Fälle =              13,3%

Lokstedt:              Zunahme um              146 Fälle =              8,3%

Eine Zusammenfassung der PKS-Zahlen für den Bezirk Eimsbüttel liegt der Niederschrift für die Ausschussmitglieder als Anlage bei. Auf den Link zum PKS-Stadtteilatlas wird verwiesen:
http://www.hamburg.de/contentblob/4468556/data/pks-stadtteilatlas-2014-do.pdf

Herr Dorn stellt fest, dass im Bezirk Eimsbüttel kein strukturelles Problem mit Gewaltdelikten bestehe (Rückgang der Zahlen in Niendorf und Schnelsen, Zunahme in Lokstedt), die Zahlen für Diebstahl insgesamt seien in Eimsbüttel aber gestiegen (Zunahme in Lokstedt und Niendorf, Abnahme in Schnelsen).

Wohnungseinbruchdiebstähle würden vielfach von Reisetätern verübt, über die wenige Kenntnisse vorliegen. Um der sinkenden Aufklärungsquote entgegenzuwirken, sei eine hamburgweit tätige Sonderkommission eingerichtet worden (Rückgang in Lokstedt und Schnelsen, Zunahme in Niendorf).

Diebstähle von Kfz würden zumeist durch reisende Täter verübt, Eimsbüttel liege im Trend, es gebe Einzelfälle von Mehrfachgeschädigten (Zunahme in Lokstedt und Niendorf, Rückgang in Schnelsen).

Diebstähle an und aus Kfz seien zum Teil Auftragsdelikte, teilweise handele es sich um Suchttäter (Zunahme in Lokstedt und Niendorf, gleichbleibende Zahlen in Schnelsen).

Herr Dorn und Herr Penack beantworten im Anschluss Fragen der Ausschussmitglieder. Auf den Bezirk Eimsbüttel und insbesondere die einzelnen Stadtteile bezogen sind keine Daten über Fahrrad- und Taschendiebstähle, politisch motivierte Taten und Steuerhinterziehungen (Aufklärungsquote?) in der Statistik ausgewiesen.

Gegen Taschendiebstähle (Einzeltäter) im Bereich Tibarg sei die Polizei gezielt vorgegangen, die Täter konnten verdrängt werden. Auch in der Innenstadt seien die Fallzahlen von mehreren hundert Taten aufgrund einer besonderen polizeilichen Konzeptionckläufig.

Eine Zunahme der Internetkriminalität sei zu verzeichnen, Anzeigen würden erstattet, es sei jedoch schwierig genaue Zahlen zu erheben, oder die Herkunft der Täter zu benennen. Auch zur Frage, ob reisende Täter über die Autobahn A7 in die Stadtteile kommen, gebe es keine Erkenntnisse. Daneben würden auch zu Kfz-Bränden keine Zahlen für die einzelnen Stadtteile vorliegen, festzustellen sei jedoch, dass in Hamburg seit dem Höhepunkt im Jahr 2011 ein Rückgang zu verzeichnen sei.

Zu dem Hinweis auf einenMitschnacker“ am Deelwisch wird ausgeführt, dass derartige Fälle statistisch nicht erfasst werden, wenn keine Staftat vorgelegen hat. Vermeintlich verdächtige Handlungen werden teilweise falsch wahrgenommen und führen in der Folge häufig zu Spekulationen. Das Themenfeld sei schwierig zu greifen, spiele aber eine große Rolle im Bereich der subjektiven Sicherheit. Fakt sei, dass deswegen jedem Hinweis sofort nachgegangen werde.

 

Der Vorsitzende bedankt sich für die Ausführungen.