Bezirksversammlung Eimsbüttel

Auszug - Bebauungsplan-Entwurf Stellingen 62 (Sportplatzring) Auswertung der ÖPD  

 
 
Sitzung des Stadtplanungsausschusses
TOP: Ö 3
Gremium: Stadtplanungsausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 07.07.2015 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 18:30 Anlass: Sitzung
Raum: Wilhelm-Gymnasium (Aula)
Ort: Klosterstieg 17, 20149 Hamburg
 
Protokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Herr Geisler begrüßt die Anwesenden und erläutert anhand einer Präsentation den Bebauungsplan-Entwurf Stellingen 62 sowie den überarbeiteten Funktionsplan des Gebietes. Er weist darauf hin, dass dieses Verfahren bezüglich der Beteiligung der Öffentlichkeit und auch der Abstimmung mit Fachämtern und Fachbehörden über den Umfang eines normalen Verfahrens hinausgehe. Der Grund hierfür sei, dass sich die Entwicklung weit über das Plangebiet hinaus auswirken werde.

Bei der öffentlichen Plandiskussion am 09. Juni 2015 - der 13. Veranstaltung zur Bürgerbeteiligung in diesem Verfahren - seien circa 170 Bürgerinnen und Bürger anwesend gewesen.

Im Rahmen der Veranstaltung sei es neben der Vorstellung des Bebauungsplan-Entwurfes auch um die Präsentation des städtebaulichen Konzeptes und des Konzeptes zum geplanten Stadtteilhaus Stellingen gegangen. 

hrend der öffentlichen Plandiskussion sei eine deutlich positive Grundstimmung zu der geplanten städtebaulichen Entwicklung am Sportplatzring zu erkennen gewesen. Einige Anwohner des Schulgeländes hätten sich über die zu große Nähe der neuen Gebäude beklagt und größere Abstände, sowie eine Begrenzung der Geschossigkeit auf drei Vollgeschosse eingefordert.

Herr Geisler erläutert, dass die Abstände der Neubauten zur Bestandsbebauung größer seien, als es im Umfeld zwischen den Gebäuden der Bestandsbebauung der Fall sei. Es werde zudem mehr Abstand gehalten, als es bauordnungsrechtlich vorgeschrieben sei.

Herr Geislerhrt weiter aus, dass  die unmittelbare Nachbarschaft des Schulgeländes fast durchgängig mit dreigeschossigen Häusern bebaut sei. Am Gemseneck gebe es darüber hinaus eine Bebauung mit Hochparterre und steilem Satteldach, sodass sich hier die Wirkung von nahezu vier Geschossen ergebe. Ohne Zweifel rden die geplanten Gebäude gegenüber der aktuell sehr extensiv bebauten Schulfläche eine Nachverdichtung darstellen. Nach Auffassung des Fachamtes Stadt- und Landschaftsplanung füge sich diese jedoch in das Umfeld ein.

Herr Geisler berichtet, dass die Bürgerinnen und Bürger im Anschluss an die Präsentationen die Möglichkeit gehabt hätten, an den vier angebotenen Thementischen zu folgenden Themen Fragen und Anregungen an Experten des Fachamtes und der beteiligten Büros zu richten: Wohnen, Grün, Verkehr und Bebauungsplan. Es seien dabei Themenfelder wie Energie- und Mobilitätskonzept, Mehrgenerationenwohnen und Barrierefreiheit, aber auch die Anzahl der Wohneinheiten, die Führung von Radwegen und die Mitsprache bei der Ausgestaltung der öffentlichen Grünflächen angesprochen worden.

Herr Geislerhrt aus, dass im weiteren Verfahren nun ein Trägermodell für das geplante Stadtteilhaus entwickelt werden solle. Zurzeit würden die Kriterien für die ab Januar 2016 geplante Konzeptausschreibung zusammengestellt.

r die weitere Bearbeitung des Bebauungsplanes würden gerade Gutachten (Schall, Verkehr, Luftschadstoffe) erstellt und der landschaftsplanerische Fachbeitrag überarbeitet. Die Behördenbeteiligung sei nach der Sommerpause angedacht. Die öffentliche Auslegung sei für Anfang 2016 geplant.

Detailliertere Informationen können der anhängenden Präsentation entnommen werden.

Herr Rust chte wissen, ob der Stadtplanungsausschuss bei der Konzeptausschreibung beteiligt werde.

Herr Gätgens erklärt, dass die Verwaltung den Stadtplanungsausschuss im Vorwege über die Inhalte der Konzeptausschreibung informieren werde.

Herr Rustrde es begrüßen, wenn Wettbüros und Spielhallen im Bebauungsplan-Entwurf ausgeschlossen würden.

r einen solchen Ausschluss an Gewerbe, gebe es bisher noch keine konkrete Festsetzung in der Verordnung, erläutert Herr Geisler. Ein entsprechender Passus werde gerne aufgenommen.

Herr Bulla fragt nach der Dichte und den Höhen der geplanten Wohnbebauung auf der Fläche des jetzigen Schulgeländes sowie nach möglichen Beeinträchtigungen der bestehenden Nachbarschaft durch Verschattung.

Herr Geisler zeigt anhand der Präsentation die Abstandssituation im Umfeld der Schule und weist auf die großen Abstandsflächen von 1h zu den bestehenden Wohngebäuden hin. Mit einer übermäßigen Verschattung sei hier nicht zu rechnen, da sich die Abstände und Höhenentwicklung am Bestand orientieren. Die Abstandsflächen der aktuellen HBauO seien mit 0,4 h deutlich geringer.

Herr Rust fragt nach dem geplanten Energiekonzept des Plangebietes und ob zum Beispiel der Anschluss an das Fernwärmenetz festgesetzt werden solle.

Herr Geisler erläutert, dass solche Vorschriften, wie zum Beispiel der Anschlusszwang an Fernwärme, nicht verbindlich geregelt werden solle. Solche Festsetzungen seien in der Regel sehr unflexibel und würden dem Bauherren nicht die Möglichkeit bieten, auf aktuelle Entwicklungen im Energiesektor zu reagieren. In der Konzeptausschreibung solle ein ausgereiftes Energiekonzept jedoch berücksichtigt werden.

Frau Fuhlendorf sagt, es sei nötig, alle Vorschläge des Konzeptes zu bewerten und dann zu entscheiden, welche zur Umsetzung gelangen.

Herr Gätgensgt hinzu, dass 50% der geplanten Wohnungen als öffentlich geförderter Wohnungsbau errichtet werden solle. Dieses würde in der Ausschreibung festgehalten.

Herr Döblitz bedankt sich für die Präsentation.

Der Stadtplanungsausschuss nimmt den Bericht zur Kenntnis.