Bezirksversammlung Eimsbüttel

Auszug - Sachstandsbericht zur Planung der Park- und Kleingartenanlage auf dem A7-Deckel Stellingen  

 
 
Sitzung des Regionalausschusses Stellingen
TOP: Ö 7
Gremium: Regionalausschuss Stellingen Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 02.11.2015 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:35   (öffentlich ab 18:30) Anlass: Sitzung
Raum: Raum 200 (großer Sitzungssaal), 2. Stock
Ort: Basselweg 73, 22527 Hamburg
 
Protokoll
Abstimmungsergebnis

ste: Herr Scheiner (Fachamt Management des öffentlichen Raumes) und Frau Horst (Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen)

 

Herr Scheiner und Frau Horst stellen anhand einer digitalen Präsentation den aktuellen Planungsstand der Park- und Kleingartenanlage auf dem A7-Deckel Stellingen vor. Die Präsentation ist der Niederschrift als Anlage beigefügt.

 

Herr Scheiner fasst zunächst die Zielsetzung des Projektes A7-Deckel Stellingen zusammen.

Das Projekt habe im Jahr 2010 mit einem Realisierungswettbewerb begonnen. Schon zu Beginn der Planungen sei eine Dachbegrünung des A7-Deckels Stellingen als Ausgleich zur Autobahnerweiterung eingeplant worden. Frühzeitig sei die Idee der Dachbegrünung dahingehend weiterentwickelt worden, die sich bietende Chance der „Stadtreparatur“ zu nutzen, um die durch die A7 getrennten Stadtteile wieder miteinander zu verbinden.

Im Jahr 2013 habe der erste Entwurf vorgelegen, welcher im Rahmen der Planfeststellung der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Der Entwurf sehe im Nordteil der Anlage eine Parkanlage vor, im Südteil v.a. Kleingartenanlagen. Der Entwurf sei seither nicht mehr grundlegend aber in einzelnen Details überarbeitet worden.

Anlass für die Vorstellung des aktuellen Planungsstandes sei die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanentwurfs Stellingen 65 vom 26.10. 27.11.2015 durch die BSW. Der B-Plan sei dem Stadtplanungsausschuss in der Sitzung vom 29.09.2015 vorab präsentiert worden.

 

Herr Scheiner geht im Folgenden detailliert auf die Planungen ein und stellt die Änderungen gegenüber dem ersten Entwurf von 2013 heraus: Im Norden der Güterumgehungsbahn befinde sich der Kollauwanderweg, der von der Nordseite auf die Südseite der Bahn verlegt und zukünftig über den Deckel führen werde. Die Anbindung der Parkanlage im Nordteil des Deckels an eine der Hauptfreizeitrouten (Richtung Niendorfer Gehege) sei somit sichergestellt. Die Parkanlage sei gekennzeichnet durch weitläufige Rasenflächen und einzelne Baumgruppen, v.a. kleinkronige Bäume und Obstbäume. Im Vergleich zum ersten Entwurf seien die Baumgruppen aufgelockert worden, um Konflikte im Bereich der Hochspannungsleitungen zu vermeiden. Zudem seien im Nordteil der Anlage randliche Bepflanzungen als Abgrenzung zu den angrenzenden Grundstücken geplant.

Im Bereich Wördemannsweg solle ein kleiner Quartiersplatz entstehen. Der Zugang solle ebenerdig verlaufen und die Verknüpfung der Promenade mit dem Fuß- und Radweg herstellen.

Der dteil der Anlage sei von der Promenade und einer kompakten Kleingartenanlage geprägt. Die Kleingartenanlage sei geringfügig überarbeitet worden. Es seien 41 Parzellen mit einer Größe von durchschnittlich 300m² geplant. Die Bodentiefe solle mind. 1,20m betragen, natürliche Böden sollen verwendet werden. Die Parzellen der Kleingartenanlage seien etwa 30m vom Wördemannsweg abgerückt worden. Die Kleingartenanlage gehe über den Deckel hinaus, neun Parzellen seien unterhalb des Deckels am Theodor-Schäfer-Damm angeordnet. Zudem sei auch im Südteil der Anlage ein Bereich mit einer kleinen Parkanlage und einem Platz als Aussichtspunkt über den südlichen Teil geplant. Dieser Platz solle mittels Treppe und Rampenanlage über eine Anbindung an den Theodor-Schäfer-Damm verfügen.

An der Kieler Straße seien neue Wegeverbindungen an Ost- und Westseite auf den Deckel geplant. Der bestehende Rad- und Fußngertunnel an der AS-Stellingen bleibe erhalten.

An der Schule Wegenkamp seien Zuwegungen geplant. Oberhalb der Schule solle es einen weiteren Platz zum Aufenthalt geben. Die ursprünglich geplanten Wegeflächen seien verschmälert worden, u.a. auch um mehr Grünflächen zur Wasseraufnahme zu schaffen (min. Breite 4,50m; max. 9m).

Die randliche Bepflanzung sei dahingehend neu geplant worden, als dass es größere Abstandsflächen zwischen Tunnelwand und Promenade (zwischen 5m und 9m) geben solle. Zudem sei die Anordnung der Pflanzen so konzipiert, dass die Verschattung für die dahinterliegenden Gärten möglichst gering sei. Die Hecke solle eine max. Höhe von 3,50m nicht überscheiten und auf der gesamten Strecke bis zum Imbekstieg für einen Sichtschutz sorgen.

 

Herr Scheiner erklärt, dass die Straßenplanung am Wördemanns Weg von der DEGES konzipiert und umgesetzt werde, ebenso wie die Begrünung der außenseitigen Tunnelwand und die Konstruktion des Entwässerungssystems auf der Tunneldecke.

Eine Herausforderung sei es gewesen, die Auf- und Abbewegungen des Deckels an der Oberfläche nachzuvollziehen. Die Wegefläche könne mit max. 6%-Gefälle ausgebildet werden. Es sei daher notwendig, den Boden der Kleingartenanlage durch Stützwände und Mauern gegenüber den angrenzenden Flächen abzufangen.

 

Abschließend gibt Herr Scheiner einen Ausblick zur weiteren Terminplanung: Der Bodenauftrag solle bis zum Jahr 2020 abgeschlossen sein. Die Landschaftsarbeiten werden anschließend ca. 1 ½ Jahre dauern.

 

Die Vorsitzende dankt den Referenten für die detaillierte Vorstellung und bittet um Nachfragen.

 

Herr Brunckhorst erkundigt sich nach der geplanten Anzahl der Parkplätze für die Pächter der Kleingartenparzellen. Er kritisiert zudem den Erhalt des Rad- und Fußngertunnels an der AS-Stellingen sowie die geplante Wegführung am Imbekstieg. Er plädiert dafür, die Interessen der AnwohnerInnen zu berücksichtigen.

Herr Scheiner antwortet, dass für je drei Parzellen ein Parkplatz geplant sei, insgesamt also 14 Stellplätze. Die Wegeführung am Imbekstieg sei, wie dargestellt, geplant worden, um eine möglichst großgige Grünfläche zu schaffen. Dies sei auch für die Entwässerung wichtig.

 

Herr Heinrich erkundigt sich nach der geplanten Baumbepflanzung und bittet darum, möglichst wenige Bäume mit allergenen Pollen zu pflanzen.

Herr Scheiner erklärt, dass es noch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Bepflanzungskonzept geben werde.

 

Herr Engler fragt nach einer alternativen Wegeverbindung zum Rad- und Fußngertunnel an der AS-Stellingen.

Herr Scheiner antwortet, dass es einen alternativen Weg zum Tunnel auf dem Deckel geben werde.

 

Herr Howe erkundigt sich danach, wie sich der geplante Bodenauftrag gestalten solle und welche Bodenmassen dabei zu bewegen seien.

Herr Scheiner erklärt, dass der Bodenauftrag im Rahmen des Tunnelbaus erfolgen solle. Die Abwicklung könne auf Grundlage der planfestgestellten Rahmenbedingungen über den Wördemannsweg stattfinden. Welches Bauverfahren der Unternehmer der DEGES wähle, sei noch offen. Den Umfang der zu bewegenden Bodenmassen gibt Herr Scheiner zu Protokoll.

 

Antwort zu Protokoll: Das Fachamt Management des öffentlichen Raumes teilt mit, dass auf der Deckeloberfläche ca. 47.000 m³ Boden und Schüttgut für den Wegebau aufgebracht werden sollen.

 

Ein Bürger plädiert dafür, den geplanten Fußnger- und Radweg gegenüber dem Entwurf von 2013 nicht zu verschmälern.

Herr Scheiner antwortet, dass die Wege Parkwege seien, auf denen Radfahren erlaubt sei. Die gewählten Wegebreiten, sowie die Trennung der Belagsoberflächen für langsame und schnelle Fortbewegung, würden sich an Vorgaben aus dem Bereich der Verkehrsplanung orientieren.

 

Eine Bürgerin erkundigt sich nach dem Beleuchtungskonzept.

Herr Scheiner erklärt, dass Parkanlagen grundsätzlich nicht beleuchtet seien. Eine Beleuchtung sei daher lediglich am Kollauwanderweg geplant.

 

Die Vorsitzende schließt sich den Bedenken von Herrn Brunckhorst zur Wegeführung am Imbekstieg an. Diese sei auch in örtlichen Bürgerbefragungen kritisiert worden. Zudem befürchtet sie eine Verunreinigung in unmittelbarer Nähe der angrenzenden Grundstücke.

Herr Scheiner verdeutlicht, dass die Gestaltung der Promenade am Imbekstieg so gehalten sei, dass Parkbesucher an dieser Stelle keine Bänke zum Aufenthalt vorfinden, sondern den Weg lediglich passieren würden.

 

Herr Heinrich erkundigt sich, ob die Wegeführung am Imbekstieg noch geändert werden könne.

Herr Scheiner antwortet, dass die Planung dahingehend abgeschlossen sei. Im Zuge der Überarbeitung des Entwurfs von 2013 seien die Einwendungen und Kritikpunkte aber soweit wie möglich berücksichtigt worden.

 

Die Vorsitzende dankt den Referenten für die Beantwortung der Fragen.

 

Im Anschluss findet eine 5-minütige Pause statt.


Abstimmungsergebnis:

Einstimmig angenommen

Mehrheitlich angenommen

 

Einstimmig abgelehnt

Mehrheitlich abgelehnt