Bezirksversammlung Eimsbüttel

Auszug - Vorstellung der Planung der Wegeverbindung Eingang Kieler Straße/ Stadtpark Eimsbüttel KGV 331 Friedrichstal  

 
 
Sitzung des Regionalausschusses Stellingen
TOP: Ö 8
Gremium: Regionalausschuss Stellingen Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 25.01.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:05   (öffentlich ab 18:30) Anlass: Sitzung
Raum: Raum 200 (großer Sitzungssaal), 2. Stock
Ort: Basselweg 73, 22527 Hamburg
 
Protokoll
Abstimmungsergebnis

Teilnehmer: Herr Sempf (Fachamt Management des öffentlichen Raumes)

 

Herr Sempf stellt dem Ausschuss anhand einer digitalen Präsentation die Planungen zur Wegeverbindung vom Eingang Kieler Straße entlang des Kleingartenvereins 331 Friedrichstal an der Högenstraße vor. Hierbei handele es sich um den Zugang von der Kieler Straße in den Stadtpark Eimsbüttel. Der Stadtpark Eimsbüttel umfasse das Gesamtgebiet von der Koppelstraße / Julius-Vosseler-Straße bis zum Lenzweg, entlang der Hagenbeckstraße bis zur Kieler Straße.

Ein Teilabschnitt der Wegeverbindung verlaufe südlich der Mehrfamilienhäuser an der Wittkoppel 41-45. Diese Wegfläche sei im B-Plan Stellingen 39 als Tiefbaufläche ausgewiesen. Da aber für eine Tiefbaufläche an dieser Stelle kein Bedarf bestehe, wohl aber für eine barrierefreie und grüne Wegeverbindung in den Stadtpark Eimsbüttel, sei die Fläche zu einer Grünfläche umgewidmet worden. Eigentümer sei bereits die FHH.

 

Zunächst geht Herr Sempf auf die bestehenden Wegeverbindungen am Eingang Högenstraße, am Eingang Kieler Straße und am Eingang Wittkoppel ein. Der bisherige Eingang an der Kieler Straße sei nicht komplett barrierefrei und im Eingangsbereich eng und unübersichtlich. Am Eingang Wittkoppel sei der Weg nur über eine 30-stufige Treppe erreichbar.

 

Anschließend benennt er die vom Umbau betroffenen Grundstücke und Anlieger. Die geplante Wegeverbindung in den Kleingartenverein solle vorbei an den Stellplätzen und am Gebäude der Firma Hoppe über einen in Teilen wildbewachsenen Grünstreifen sowie ehemalige Rasenflächen führen. Auf dem Grünstreifen befinden sich ca. 10 kleine Ahorn- und Feld-Ahorn-Bäume (ca. 13-18 cm Stammdurchmesser) sowie ein Feldahorn (ca. 85 cm Stammdurchmesser), die gefällt werden müssen. Eine große Linde neben dem zu fällenden Feld-Ahorn sowie mehrere kleinere Bäume am Rand des Weges können erhalten bleiben.

Der Weg werde anschließend weiter durch den Kleingartenverein führen. Drei Parzellengrundstücke seien direkt von der neuen Wegeverbindung betroffen. Eine dieser Parzellen sei inzwischen aufgegeben worden, die anderen beiden Parzellen würden jeweils auf 1m des Grundstücks verzichten. Die Pächter hätten sich damit einverstanden erklärt.

 

Herr Sempf legt dar, welche Anregungen und Ideen seitens der Nachbarn vor Ort im Planungsprozess geäert und berücksichtigt wurden.

Beteiligt wurden im einzelnen Vertreter des Vorstandes des Kleingartenvereins 331 Friedrichstal sowie die betroffenen Parzellenpächter, die Firma Hoppe, deren Firmengelände an die geplante Wegeverbindung angrenze sowie der Eigentümer der Mehrfamilienhäuser an der Wittkoppel 41-45, die Wohnungsgenossenschaft von 1904. Zudem habe es eineckmeldung von einer Anwohnerin der Wittkoppel gegeben. Die geäerten Bedenken v.a. zur Anzahl und der Platzierung von Sitzbänken seien ebenfalls aufgegriffen worden.

Darüber hinaus seien im Zuge von Vor-Ort-Begehungen auch einzelne Bürger, z.B. Spaziergänger, Jogger, Schüler, Senioren und Kleingärtner befragt worden.

 

Abschließend stellt Herr Sempf dem Ausschuss den Entwurf der Grünanlage inklusive der zur Verwendung kommenden Materialien und Pflanzen vor. Anregungen und Änderungswünsche können noch eingearbeitet werden. Entlang der Häuser Wittkoppel 41-45 sei die Pflanzung mit einer Hecke geplant, die zum einen Sichtschutz biete und zum anderen die gefühlte Lärmbelastung durch die Kieler Straße etwas reduziere.

 

Die Präsentation ist der Niederschrift als Anlage zu TOP 8 beigefügt.

 

 

Im Anschluss an die Präsentation beantwortet Herr Sempf die Fragen der Ausschussmitglieder sowie der anwesenden Bürgerinnen und Bürger.

 

Herr Brunckhorst merkt an, dass das ursprüngliche Konzept zum Stadtpark Eimsbüttel bereits aus dem Jahr 2000 stamme. Viele der heutigen Mieter an der Wittkoppel seien zu diesem Zeitpunkt noch keine Anwohner gewesen.

Grundsätzlich sei eine barrierefreie Anbindung an den Stadtpark Eimsbüttel sinnvoll. Diese könne allerdings auch am bestehenden Eingang Kieler Straße (Privatweg) geschaffen werden, z.B. durch Absenkung des Bordsteins.

Weiterhin erkundigt er sich nach der Bestandssicherheit des Kleingartenvereins Friedrichstal. Es habe in der Vergangenheit Meldungen über eine Verseuchung der den oder höhere Schadstoffgehälter in den Kleingärten gegeben.

Herr Sempf erklärt, dass ein Grund für die lange Dauer der Realisierungsphase sei, dass notwendige Flächen nicht immer sofort, sondern erst in Teilabschnitten angekauft werden konnten oder frei für die Realisierung seien.

Der überwiegende Teil des Kleingartenvereins sei langfristig durch den B-Plan gesichert. Lediglich für 20 Parzellen am Spannskamp gebe es einen neuen B-Plan.

 

Eine Anwohnerin der Wittkoppel äert Bedenken bezüglich der geplanten Baumfällungen sowie der Erhöhung des Müll- und Verschmutzungsaufkommens. Aus ihrer Sicht würden die bestehenden Wegeverbindungen genügen.

Herr Sempf antwortet, dass die geplante Baumfällung kaum Auswirkungen auf die rmbelastung haben werde. Zudem sei an den Grenzen die Neupflanzung einer Hecke geplant.

 

Frau Vockeroth erkundigt sich, ob vor Ort eine öffentliche Toilette geplant sei.

Herr Sempf antwortet, dass dies nicht geplant sei. Es gebe vor Ort keine öffentlichen Gebäude, in denen öffentliche Toiletten eingerichtet werden könnten.

 

Eine Anwohnerin der Wittkoppel erkundigt sich nach dem genauen Standort der Sitzbank. Eine Sitzbank in unmittelbarer Nähe der Häuser an der Wittkoppel bewerte sie kritisch.

Herr Sempf erklärt, dass die im Entwurf eingezeichnete Sitzbank ca. 20 m vom Hauseingang Wittkoppel 41c entfernt sei. Die Bank könne aber auch noch versetzt werden.

 

Herr Brunckhorst gibt zu bedenken, dass die Gefahr bestehe, dass die Hecke gegenüber der Sitzbank zur Ablagerung von Müll genutzt werde.

Herr Sempf betont, dass die Wegfläche zu einer öffentlichen Grünanlage gehöre und mehrfach in der Woche gereinigt werde.

Mehrere Anwohnerinnen bitten darum ausreichend Müllkörbe aufzustellen und die Reinigung der Grünflächen auch regelmäßig zu kontrollieren.

 

Frau Nendza erkundigt sich nach der Beleuchtung der Grünanlage.

Herr Sempf antwortet, dass eine Beleuchtung für öffentliche Grünflächen nicht grundsätzlich vorgesehen sei. Zunächst sei für die vorgestellte Wegeverbindung daher keine Beleuchtung geplant.

 

Herr Heinrich fragt nach, warum lediglich die Wohnungsgenossenschaft von 1904 als Eigentümer der Mehrfamilienhäuser an der Wittkoppel 41-45 nicht aber die einzelnen Anwohner / Mieter direkt beteiligt wurden.

Herr Sempf erklärt, dass das formale Verfahren vorsehe, den Eigentümer anzuschreiben und darüber die Mieter zu beteiligen. Den Eigentümern würde es obliegen, ihre Mieter zu informieren.

 

Ein Bürger spricht sich dafür aus, über die Kieler Straße hinweg eine weitere Querungsmöglichkeit zu schaffen, um die grünen Wege zum Stadtpark besser zu verbinden.

Herr Brunckhorst äert Zweifel, dass eine neue Ampelanlage gebaut werde. Er sehe die Gefahr, dass die Kieler Straße am Ende der Wegeverbindung auch ohne Ampelanlage gequert werde.

 

Die Vorsitzende dankt Herrn Sempf für den Vortrag und die Beantwortung der Nachfragen. Sie erklärt, dass sich die Fraktionen im Vorfeld über eine Sitzungsunterbrechung verständigt hätten, um sich über die vorliegenden Drucksachen zu beraten.

 

Im Anschluss findet eine 10-minütige Beratungspause statt.


Abstimmungsergebnis:

Einstimmig angenommen

Mehrheitlich angenommen

 

Einstimmig abgelehnt

Mehrheitlich abgelehnt