Bezirksversammlung Eimsbüttel

Auszug - Bürgerfragestunde  

 
 
Sitzung des Stadtplanungsausschusses
TOP: Ö 2
Gremium: Stadtplanungsausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 23.01.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 19:12 Anlass: Sitzung
Raum: Ferdinand-Streb-Saal (Raum 1275), 12.Stock
Ort: Grindelberg 62-66, 20144 Hamburg
 
Protokoll

Ein Bürger meldet sich zu Wort und spricht die vorliegende Übersichtskarte zum Tagesordnungspunkt Eimsbüttel 2040 an. Dieser Karte könne man entnehmen, dass es im Stadtteil Eidelstedt diverse Magistralen gebe und man hier von einem hohen Urbanisierungspotenzial ausgehe. Er erkundigt sich nach der genauen Definition hierfür und möchte weiterhin wissen, mit welchen Nebenwirkungen für den Stadtteil zu rechnen sei. Weiterhin bittet er um eine Erklärung, was man sich unter der Bezeichnung „Identitätsort Urbaner Straßen“ für die Holsteiner Chaussee und den Hörgensweg vorstelle. Ebenfalls spricht er das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger Eidelstedts an. Seiner Meinung nach müsse auch die Polizeipräsenz in diesem Stadtteil weiter gestärkt werden, da immer mehr Menschen mit traumatischen Erlebnissen hinzuzögen. Es stelle sich ihm die Frage, wie man dies auffangen und vermitteln wolle.

Herr Kuhn macht darauf aufmerksam, dass man sich zwar schon häufig mit dem Thema Eimsbüttel 2040 auseinandergesetzt habe, aber trotzdem noch ein langer Entscheidungsprozess bevorstehe. Dazu gehöre unter anderem auch, dass man die unterschiedlichen Begriffe mit Leben füllen müsse. Die heutige Sitzung sei lediglich ein Auftakt. In den kleinteiligen Bereichen werde man zu gegebener Zeit noch Einfluss nehmen.

Eine Lokstedter Bürgerin spricht ebenfalls das  Thema Eimsbüttel 2040 an. Sie möchte wissen, ob die Überschwemmungsgebiete bzw. das Oberflächenwasser in das Konzept einbezogen worden seien. Durch die vermehrte Versiegelung von Flächen gebe es immer wieder Probleme mit nicht abfließendem Wasser. Im Konzept habe sie hierzu bislang nichts entdecken können.

Herr Rust schließt sich grundsätzlich der Aussage von Herrn Kuhn an. Bei dem vorliegenden Konzept handele es sich zunächst nur um eine grobe Entwicklungsplanung für den Bezirk. Einzelheiten müssten in dem weiteren, sicherlich sehr langen Prozess, herausgearbeitet werden. Problematiken wie beispielsweise Oberflächenentwässerung würden später im Detail über die Bebauungspläne behandelt und abgearbeitet.

Die Bürgerin verdeutlicht anhand eines Beispieles aus Schnelsen, dass durch die Versiegelung eines Fußweges ein komplettes Grundstück unter Wasser gesetzt worden sei. Dieses Thema spiegele also nicht nur die Zukunft, sondern auch den „Ist-Zustand“ wieder. In vielen Bereichen werde auf Moor gebaut.

Herr Mir Agha bestätigt, dass man diese Problematik im Rahmen der Bebauungspläne im Auge behalten müsse. Allerdings beträfen Themen wie Mobilität, Versiegelung oder Überschwemmungen eine andere Ebene als das abstrakte Konzept von Eimsbüttel 2040. Das müsse man sich ebenfalls bewusst machen.