Bezirksversammlung Eimsbüttel

Auszug - Sachstandsbericht Johann Daniel Lawaetz-Stiftung Projekt "Lokale Vernetzungsstelle für Gesundheitsförderung: Gesund in Eimsbüttel - Quartiersbezogene Präventionsketten in Eidelstedt, Schnelsen-Süd und in der Lenzsiedlung"  

 
 
Sitzung des Ausschusses für Soziales, Arbeit, Integration, Gleichstellung und Gesundheit
TOP: Ö 4.1
Gremium: Ausschuss für Soziales, Arbeit, Integration, Gleichstellung und Gesundheit Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 23.04.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:30 Anlass: Sitzung
Raum: Hamburg-Haus, Kleiner Saal
Ort: Doormannsweg 12, 20259 Hamburg
 
Protokoll

Frau Robben, Johann Daniel Lawaetz-Stiftung, stellt sich vor und berichtet anhand einer Präsentation (wird den Ausschussmitgliedern mit der Niederschrift zugesandt) über das Projekt lokale Vernetzungsstelle für Gesundheitsförderung: Gesund in Eimsbüttel - Quartiersbezogene Präventionsketten in Eidelstedt, Schnelsen-Süd und in der Lenzsiedlung. Anschließend beantwortet sie die Fragen der Ausschussmitglieder. Die Johann Daniel Lawaetz-Stiftung habe die Koordinierung des Projektes übernommen. Frau Dr. Rieger-Ndakorerwa betont, dass der Fokus auf der Gesundheitsförderung, der Prävention und der Stärkung von Ressourcen, um gesund zu bleiben, stehe. Seit drei Jahren stehe in Eimsbüttel die psychosoziale Gesundheit im Fokus, diesbezüglich gab es letztes Jahr 2018 den Tag der Seelischen Gesundheit. Frau Robben erzählt, dass es unter anderem auch um die Themen psychosoziale Gesundheit, Ernährung und Bewegung gehe. Zu allen drei Themen unterstütze man mit Angeboten und Maßnahmen. Grundsätzlich werde versucht,r den gesamten Bezirk Eimsbüttel aktiv zu sein, aber der Fokus stehe auf den Aktionsräumen Eidelstedt, Schnelsen-Süd und die Lenzsiedlung. Der Grund sei, dass man im Rahmen des Projektes versuche, Menschen zu unterstützen, die aus den verschiedensten Ursachen weniger Zugang zu Ressourcen haben. Schnelsen-Süd und die Lenzsiedlung seien berücksichtigt, weil sie bereits im Rahmenprogramm der integrierten Stadtteilentwicklung beteiligt waren und Eidelstedt derzeit ein RISE-Gebiet sei. Die Projektlaufzeit sei vom 01.08.2018 bis 31.07.2021 mit der Vorstellung, dass man die Laufzeit eventuell verlängern könne. Frau Robben weist darauf hin, dass es sich um ein Modellprojekt im Rahmen der Landesrahmenvereinbarung zum Präventionsgesetz handele. In Bezug auf die Eckdaten des Projektes ergänzt Frau Robben die Summe der Fördergelder, die pro Jahr zur Verfügung stehen:

  • Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV): 5.000 €
  • Fachamt Gesundheit Eimsbüttel (E/GA): 5.000 €
  • Fachamt Sozialraummanagement Eimsbüttel (E/SR): 10.000 €
  • Gesetzliche Krankenversicherung (GKV): 40.000 € (Regionalfonds aufgeteilt: 20.000  Eidelstedt, 20.000 € Schnelsen-Süd und Lenzsiedlung)
  • Techniker Krankenkasse (TK): 40.000 € (Personalmittelr lokale Vernetzungsstelle).

Finanzielle Mittel seien derzeit noch ausreichend vorhanden. Ein Steuerungsgremium treffe die Entscheidungen und begleite das gesamte Projekt Gesund in Eimsbüttel während der Laufzeit. Teilnehmer des Gremiums seien das Fachamt Gesundheit Eimsbüttel (E/GA), die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV), die Techniker Krankenkasse (TK) und die Innungskrankenkasse (IKK). Die gesetzlichen Krankenkassen geben nach einem bestimmten Schlüssel Fördergelder in den Regionalfonds. Diese werden entsprechend der Förderrichtlinie des Regionalfonds verteilt. Frau Robben betont, dass es das Ziel des Projekts sei eine Handlungsstrategie für den gesamten Bezirk Eimsbüttel zu entwickeln. Frau Dr. Rieger-Ndakorerwa betont, dass das Projekt Gesund in Eimsbüttel das erste Projekt für Stadtteile und Quartiere in Hamburg sei, das gemeinsam von den Krankenkassen finanziert werde. Das Fachamt Gesundheit in Eimsbüttel zusammen mit dem kommunalen Gesundheitsförderungsmanagement, habe nicht die personellen Kapaziten um so ein Projekt durchzuführen. Daher sei man sehr froh über die Partnerschaft mit der Johann Daniel Lawaetz-Stiftung. Auf die Frage der Verstetigung nach Beendigung des Projektes antwortet Frau Dr. Rieger-Ndakorerwa, dass es die Planung der BGV sei, in bestimmten Hamburger Stadtteilen lokale Vernetzungsstellen zu gewährleisten, um präventive und gesundheitsförderliche Angebote zu ermöglichen. Außerdem gebe es ein Angebot für bestimmte Kommunen in Deutschland, u. a. auch für drei Bezirke in Hamburg, einen Antrag zu stellen, dass finanzielle Mittel für kommunales Gesundheitsförderungsmanagement über die bezirklichen Fachämter für Gesundheit und damit über die Krankenkassen teilfinanziert werde. Dafür müssten finanzielle Mittel aus den Bezirken und aus dem Hamburger Haushalt zur Verfügung gestellt werden. Die Vorgehensweise stehe aber noch nicht fest. Frau Robben betont, dass sie jeder Zeit erneut bereit sei, in einem Ausschuss der Bezirksversammlung Eimsbüttel über den aktuellen Sachstand des Projektes zu referieren. Die Ausschussmitglieder bedanken sich für die ausführliche Berichterstattung.

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Microsoft PowerPoint - Gesund in Eimsbüttel.pptx (732 KB)