Bezirksversammlung Eimsbüttel

Auszug - Bürgerfragestunde  

 
 
Sitzung der Bezirksversammlung
TOP: Ö 2
Gremium: Bezirksversammlung Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 25.04.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 21:42 Anlass: Sitzung
Raum: Hamburg-Haus, Hermann-Boßdorf-Saal
Ort: Doormannsweg 12, 20259 Hamburg
 
Protokoll

Eine Bewohnerin der Stresemannallee bezieht sich auf den TOP 10.29 und fragt, ob zu der Baumaßnahme der Seniorenbeirat befragt wurde, da diese Personengruppe am stärksten betroffen sei und bei der geplanten Vollsperrung in besonderem Maße belastet werde. Zudem frage sie, ob die Vollsperrung tatsächlich nötig sei. Weiter frage sie, ob der Siemersplatz wegen der auftretenden Probleme, insbesondere des tödlichen Unfalls für Auto- und Radfahrer in absehbarer Zeit überplant werde.

 

Herr Schütt verweist auf seine Kleine Anfrage und habe erfahren, dass eine Beteiligung des Seniorenbeirats nicht regelhaft erfolge, so auch in diesem Fall nicht. Die Vollsperrung sei zum Ausbau der Veloroute leider erforderlich, um den Fahrradverkehr auf die Straße zu leiten. Zum Siemersplatz habe er in den vergangenen Jahren bereits bei der Polizei nachgefragt, ob verschiedene Änderungen möglich seien. Zudem habe er anlässlich des Unfalls erneut nachgefragt, jedoch bisher noch keine Antwort erhalten.

 

Herr Kuhn berichtet, dass über den Siemersplatz regelmäßig im Regionalausschuss diskutiert werde, wobei dort der Seniorenbeirat in allen Sitzungen vertreten sei. Leider seien die Umbauten trotz kritischer Anmerkungen durchgeführt worden und er halte es für wenig wahrscheinlich, dass in den nächsten 1 ½ Jahren Änderungen durchgeführt würden. Es würde aber weiterhin über Verbesserungen beraten, was jedoch angesichts der vielen Beteiligten schwierig sei. Er halte die Kritik der Fragestellerin für berechtigt und werde das Thema weiterhin intensiv diskutieren.

 

Herr Müller-Sönksen schließt sich seinem Vorredner an. Zum Siemersplatz halte er es aber für möglich, einen Kreisverkehr einzurichten. Man habe jedoch eine Menge Geld in den Umbau investiert und deshalb glaube er nicht, dass absehbar einen weiteren Umbau geben könnte. Er werde sich ebenfalls intensiv um eine Verbesserung für die Fußgänger und Radfahrer einsetzen, insbesondere hinsichtlich der Schaltzeiten der Fußgängerampeln. Das Thema werde auch im kommenden Verkehrsausschuss auf der Tagesordnung stehen.

 

Herr Kuhlmann bedankt sich für die Fragen. In der Stresemannallee würden verschiedene Maßnahmen gebündelt, so dass sich die Sperrungen nicht vermeiden ließen.  Zu Unfall am Siemersplatz könne man seiner Ansicht nach erst zielgerichtet sprechen, wenn die genaue Unfallursache ermittelt sei. Dass dort auf jeden Fall etwas geändert werden müsse, sei jedoch klar.

 

Frau Pagels ist die Situation am Siemersplatz persönlich bekannt. Dort könne man sich als Fußgänger und Radfahrer nicht mehr wohl fühlen und die Situation müsse dringend überprüft werden. Dies müsse im Besonderen bei den Ampelphasen dringend geschehen. In der Stresemannallee liege aus ihrer Sicht die lange Sperrung darin begründet, dass diverse Leitungsbauten durgeführt würden. Und während der einseitigen Sperrung habe sie wahrgenommen, dass die Bauarbeiten nicht zügig durchgeführt worden seien. Daher müsse man auch dort ansetzen.

 

Herr Klabunde stellt zum Siemersplatz klar, dass es keineswegs um die Busbeschleunigung gegangen sei, sondern die Beschleunigung des Autoverkehrs das Ziel gewesen sei.

 

Herr Gutzeit ist der Auffassung, dass der Umbau des Siemersplatz eine große Katastrophe ist und es dort grade zu unmenschlich sei. Für Fußgängerinnen und Fußgänger sei der Umbau überhaupt nicht geeignet. Zudem befürchte er, dass ein Kreisverkehr noch mehr Autoverkehre anziehen werde. Man fordere seit langem dort eine Stadtbahn sowie die Einführung von Tempo 30.