Bezirksversammlung Eimsbüttel

Auszug - Pilotprojekt Straßenpark Eimsbüttel  

 
 
Sitzung der Bezirksversammlung
TOP: Ö 9.9
Gremium: Bezirksversammlung Beschlussart: an Ausschuss überwiesen
Datum: Do, 25.04.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 21:42 Anlass: Sitzung
Raum: Hamburg-Haus, Hermann-Boßdorf-Saal
Ort: Doormannsweg 12, 20259 Hamburg
20-3650 Pilotprojekt Straßenpark Eimsbüttel
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Federführend:D1 - Dezernat Steuerung und Service   
 
Protokoll
Abstimmungsergebnis

Herr Klabunde berichtet, dass der Straßenverkehr mehr als die Hälfte des Stadtgebiets einnimmt. Es gebe bereits in anderen Bezirken die Initiativen, Straßen autofrei zu machen. Der vorliegende Antrag sei ein erster Schritt, pilothaft die Flächenverteilung gerechter zu gestalten und zu überlegen, was man mit Straßenflächen noch machen könne.

 

Die Vorsitzende erinnert daran, dass eine Überweisung in den Kerngebietsausschuss (KAG) vorgeschlagen ist.

 

Herr Kuhn fragt sich, ob der vorgeschlagene Weg der richtige ist. Dies könne man im KGA beraten. Er befürchte aber, dass es zu Einschränkungen in der Entscheidungsmöglichkeit der Bevölkerung kommt, welches Verkehrsmittel gewählt werden könne. Daher freue er sich, dass eine Bürgerbeteiligung vorgesehen sei. Er bezweifle jedoch die Umsetzbarkeit der geplanten Maßnahme.

 

Herr Müller-Sönksen bezweifelt ebenfalls, dass die Bereitschaft in der Bevölkerung im Kerngebiet r die vorgeschlagenen Maßnahmen besonders groß ist. Er sei für eine Gleichbehandlung aller Verkehrsteilnehmer, jedoch nicht für eine Beschneidung einzelner Gruppen.

 

Herr Klabunde erkennt an, dass viele Leute mit dem Auto fahren wollen. Er halte das jedoch für eine Minderheit im Kerngebiet. Er halte es daher für richtig, die Flächenverteilung zu steuern.

 

Frau Könnecke beschreibt, dass sich über die Jahre seit ihrer Jugend eine weltweite Bewegung zum Schutz der Umwelt und des Klimas gebildet habe. Daher finde sie es empörend, dass man hier und heute noch darüber diskutiere, dass das Auto nicht von der Straße verdrängt werden dürfe. Es gehe darum, neue Wege zu erkunden und in ausgewählten Gebieten zu erproben. Dabei stehe im Fokus, dass in diesen Gebieten nicht alles zugeparkt sein solle und das Ziel sei eine lebenswertere Umwelt. Daher bitte Sie um Zustimmung.

 

Frau Pagels verweist auf die vielen Ideen in Berlin zu diesem Thema. Es sei möglicherweise nicht die Lösung für alles. Tatsache aber sei, dass die Menschen regelmäßig vor zwei bis drei Reihen Blech stünden, wenn sie aus dem Haus gehen. Damit steigt nicht nur die Gefährdung, sondern es ist auch kein Begegnungsraum mehr für die Menschen. In begrenzten Gebieten auszuprobieren, wie und unter welchen Bedingungen lebenswertere Räume geschaffen werden könnte, sei das Ziel des Antrages. So könne man dem zunehmenden Bedürfnis der Menschen Rechnung tragen, auch mal im nachbarschaftlichen Kontakte zu erhalten. Sie unterstütze den Antrag.

 


Abstimmungsergebnis:

Einstimmig in den Kerngebietsausschuss überwiesen.