Bezirksversammlung Eimsbüttel

Auszug - Ein Pride-Symbol für Eimsbüttel  

 
 
Sitzung der Bezirksversammlung
TOP: Ö 9.4
Gremium: Bezirksversammlung Beschlussart: beschlossen
Datum: Do, 24.10.2019 Status: öffentlich
Zeit: 18:00 - 19:58 Anlass: Sitzung
Raum: Ferdinand-Streb-Saal (Raum 1275), 12.Stock
Ort: Grindelberg 62-66, 20144 Hamburg
21-0245 Ein Pride-Symbol für Eimsbüttel
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Federführend:D1 - Dezernat Steuerung und Service   
 
Protokoll
Abstimmungsergebnis

Frau Rügge begründet den Antrag. Das Pride-Zeichen sei inzwischen ein Zeichen für eine offene und tolerante Gesellschaft und vor allem für den Kampf für Gleichberechtigung und Gleichstellung. Die Realität zeige, dass man auch jetzt noch dafür kämpfen müsse und das dies gewollt sei, zeige man durch das Hissen der Prideflagge einmal im Jahr zum Christopher-Street-Day. Das sei jedoch zu wenig und es wäre schön, dieses Symbol das ganze Jahr zu zeigen. Zusätzlich würde sie sich wünschen, dass dieses Zeichen als zusätzliche Option auch an der Uni gehisst würde.

 

Herr Brunckhorst wird dem Antrag zustimmen. Solange es den Schulhöfen die Schimpfwörter du Schwuler oder du Jude gebe, habe unsere Gesellschaft mit gewissen Menschen ein Problem. Und so lange müsse man als Politiker und als politisch denkende Menschen immer wieder sagen, dies gehe nicht. Man müsse sich dazu bekennen, dass wir eine offene und liberale Gesellschaft sind und sich dazu bekennen, dass es so etwas wie Schwulenticken oder Transenklatschen nicht geben dürfe. Er beobachte in den letzten Jahren eher einen Rückschritt als einen Fortschritt in der Liberalität der Gesellschaft. Er halte den Antrag für eine Möglichkeit für eine positive Unterstützung eines Fortschritts und wünsche sich eine breite Zustimmung des Hauses.

 

Herr Schömer meint, dass es heutzutage kein Thema mehr sei, ob jemand schwul oder lesbisch sei oder wie er seine Sexualität lebe, dies könne man in diesem Land tun. Er verstehe daher nicht, warum es eines besonderen Zeichens bedürfe.

 

Herr Bohny bescheinigt seinem Vorredner, dass er mit seinem Beitrag deutlich gemacht habe, dass es sehr wohl eines Zeichens bedürfe, und dass man deutlich mehr Aufmerksamkeit für die Problematik brauche. Man müsse deutlich zeigen, dass man eine aufgeklärte Gesellschaft sei und dazu stehe. Er bedanke sich für den Antrag, von einer punktuellen Nuance zu einer dauerhaften Symbolik zu kommen und freue sich auf eine offene Diskussion, wo und wie man dies umsetzen könne.

 

Herr Müller-Sönksen lobt den Antrag und findet es gut, öffentlich über diese Problematik zu diskutieren. Er wolle jedoch auch feststellen, dass es nicht so schlimm sei, wie es angenommen werde. Das Land sei in einer guten Emanzipation angekommen, es habe einen schwulen Bürgermeister und einen schwulen Außenminister gegeben, und man dürfe dies nicht weglassen. Das heiße nicht, dass man nicht, wie vorgeschlagen, etwas Positives machen könne. Man solle sich jedoch einmal fragen, woher der Schwulenhass auf den Schulhöfen herkomme, aus welchen Bevölkerungsgruppen dies komme und wie man damit umgehen könne. Man solle nicht von vornherein mit einem Negativgedanken an die bestehenden Probleme und kriminellen Geschehnisse herangehe, sondern mit dem Positivgedanken, dass Schwule, Lesben und Transgender ein absolut gleichwertiger Bestandteil unserer Gesellschaft seien.

 

Frau Rügge stellt fest, dass das Problem sehr wohl da ist, dass Schwule und Lesben angegriffen werden. Es sei sinnlos über diesen Fakt zu diskutieren.

 

Frau Pagels bedankt sich für den Antrag und wird zustimmen.

 

Herr Mir Agha dankt ebenfalls für den Antrag. Er freue sich angesichts einiger Wortbeiträge sehr darüber, dass in diesem Haus viele Abgeordnete gute Reden gehalten haben und es eine starke demokratische Mehrheit dafür gebe, einen bunten und diversen Bezirk zu prägen.

 

Herr Müller-Sönksen betont, dass er nicht seine Meinung, sondern seine Beobachtungen nach vorne gestellt hat.

 


Abstimmungsergebnis:

Gegen die Stimmen der AfD mehrheitlich angenommen.