Bezirksversammlung Eimsbüttel

Auszug - Bebauungsplan-Entwurf Hoheluft-West 15 / Eimsbüttel 38 (Unnastraße) Auswertung der ÖPD  

 
 
Sitzung des Ausschusses Stadtplanung
TOP: Ö 4
Gremium: Stadtplanung Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 04.02.2020 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:26 Anlass: Sitzung
Raum: Hamburg-Haus, Hermann-Boßdorf-Saal
Ort: Doormannsweg 12, 20259 Hamburg
 
Protokoll

Frau Döscher fasst zunächst Anlass und Ziel der Planung zusammen, die unter anderem der Entwicklung und Standortsicherung der Firma Beiersdorf im Bezirk Eimsbüttel diene. Hierfür stellt sie die drei Standorte der Beiersdorf AG vor:

  • den Produktionsstandort nördlich der Troplowitzstraße (Werk 3),
  • das südlich der Troplowitzstraße gelegene Werk 5 mit Einrichtungen zu Forschung und Entwicklung und dem künftigen Standort der Unternehmenszentrale sowie
  • die Flächen von Werk 1, zwischen Unnastraße und Quickbornstraße, die nach der Verlagerung der Konzernzentrale in ein urbanes Wohn- und Stadtquartier umgenutzt werden sollen und Gegenstand des Bebauungsplanverfahrens Hoheluft-West 15/Eimsbüttel 38 seien.

 

Entwickelt werde die Fläche durch die TROMA, die Alters- und Hinterbliebenenstiftung der Beiersdorf AG, die dort auch langfristig als Bestandshalter fungieren werde. Geplant seien etwa 900 Mietwohneinheiten mit ergänzenden Nutzungen.

Es folgt eine kurze Beschreibung des Plangebietes und der Umgebung sowie eine Einordnung zum Stand des Bebauungsplanverfahrens.

Mit der Öffentlichen PlandiskussionPD) am 03. Dezember 2019, die von etwa 80 Bürgerinnen und Bürgern besucht wurde, sei die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß BauGB erfolgt. Der vorgestellte Bebauungsplan-Entwurf basiere auf den Ergebnissen des vorgelagerten, breit angelegten informellen Bürgerbeteiligungsverfahrens der „Stadtmacherei Eimsbüttel“ und dem Siegerentwurf des städtebaulich-freiraumplanerischen Gutachterverfahrens der Planungsgemeinschaft ASTOC/Land Germany.

Frauscher erläutert die städtebaulichen Grundstrukturen und die planungsrechtlichen Inhalte des Bebauungsplan-Entwurfes. Als Baugebietskategorie werde ein Urbanes Gebiet (MU) mit einer Geschoßflächenzahl von 3,0 festgesetzt. An den Blockrändern werde eine 7-geschossige Bebauung festgesetzt, an der zentralen Wegeverbindung durch das Gebiet könnten zwei Hochpunkte mit 10 beziehungsweise 12 Geschossen entstehen. Die öffentliche Nutzung der Wegeverbindungen auf den privaten Flächen im Plangebiet werde durch Geh-, Fahr- und Leitungsrechte abgesichert.

Im Rahmen der ÖPD seien zu den Themen der baulichen Dichte, der Freiraumausstattung, der Mobilität (unter anderem Verkehrsmengen, Parken), der Oberflächenentwässerung und der Zeitplanung der baulichen Entwicklung Fragen gestellt und Hinweise gegeben worden. Das Protokoll der ÖPD werde auf der Homepage des Fachamtes für Stadt- und Landschaftsplanung online gestellt.

Frau Döscher erläutert, dass nun die Bearbeitung der Fachgutachten, die Überarbeitung und inhaltliche Vertiefung des Bebauungsplanentwurfs anstehe. Als nächster Schritt der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erfolge gemäß BauGB die Öffentliche Auslegung.

Herr Armi erkundigt sich, inwieweit Kitas in Urbanen Gebieten zulässig seien.

Frau Döscher antwortet, dass im Urbanen Gebiet gemäß BauNVO die Wohnnutzung nicht störende gewerbliche und soziale, kulturelle und andere Nutzungen und damit auch Kindertageseinrichtungen zulässig seien. Derzeit seien, orientiert an den Richtwerten und der geplanten Anzahl der Wohneinheiten, zwei bis drei Kitas im Gebiet geplant.

Herr Kuhn äert sich verwundert, dass die Anmerkungen derrger nicht in einem Protokollcharakter dargestellt werden würden.

Frau Döscher erläutert, dass im Nachgang zur ÖPD in der Regel das Protokoll erstellt, im Stadtplanungsausschuss erörtert und veröffentlicht werde. Die Präsentationen der Inhalte und Themen der ÖPD erfolge im Stadtplanungsausschussndlich. Die schriftliche Reaktion auf Stellungnahmen und Anregungen von Bürgerinnen und Bürger erfolge, im Sinne der planungsrechtlichen Abwägung, nach der Öffentlichen Auslegung.

Herr Leiste erfragt die Planungen zur Energieversorgung des Quartiers.

Frau Döscher erläutert, dass das Thema der Energieversorgung im Rahmen eines Energiefachplans gutachterlich behandelt werde. Das Plangebiet liege im Versorgungsbereich des hamburgischen Fernwärmenetzes. Eine Konkretisierung der Planung der Energieversorgung, auch bezogen auf die durch erneuerbare Energien nutzbaren Dachflächenanteile, werde im Rahmen der weiteren Bearbeitung erfolgen. Regelungen zur Energieversorgung seien im Bebauungsplan schwerlich festzusetzen und rden daher im Städtebaulichen Vertrag geregelt werden.

Herr Heymann erkundigt sich nach den weiteren Verfahrensschritten.

Frau Döscher geht auf den Ablauf des Bebauungsplanverfahrens ein. Der Bebauungsplanentwurf werde in den kommenden Monaten inhaltlich konkretisiert und gehe anschließend in die Behördenabstimmung mit dem Arbeitskreis I. Die erneute Befassung des Stadtplanungsausschusses mit der Vorstellung des aktuellen Standes des Bebauungsplanentwurfs erfolge im Verfahrensschritt der Zustimmung zur Öffentlichen Auslegung.

Herr Stephan weist darauf hin, dass das Verfahren in enger Zusammenarbeit mit Beiersdorf und der TROMA bearbeitet werde. Die beiden Vorhabenträger tten erneut ihre Bereitschaft für informatorische Gespräche mit den politischen Vertretern zum Ausdruck gebracht.

Der Stadtplanungsausschuss nimmt den Bericht zur Kenntnis.

(Hinweis: Die Präsentation zu diesem Tagesordnungspunkt wurde den Mitgliedern nach der Sitzung elektronisch zur Verfügung gestellt.)

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 2_553_HoWe15_OPD_200130_Stapla (16559 KB)