Bezirksversammlung Eimsbüttel

Auszug - Ausbreitung des Corona-Virus eindämmen: Maßnahmen für Eimsbüttel  

 
 
Sitzung des Hauptausschusses anstelle der Bezirksversammlung
TOP: Ö 7.7
Gremium: Hauptausschuss Beschlussart: abgelehnt
Datum: Do, 26.03.2020 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 19:40 Anlass: Sitzung
Raum: Ferdinand-Streb-Saal (Raum 1275), 12.Stock
Ort: Grindelberg 62-66, 20144 Hamburg
Zusatz: Aufgrund der Allgemeinverfügung (https://www.hamburg.de/allgemeinverfuegungen/13746326/2020-03-22-voruebergehende-kontaktbeschraenkungen/) muss die öffentliche Sitzung ohne Gäste / Zuschauer stattfinden.
21-0862 Ausbreitung des Corona-Virus eindämmen: Maßnahmen für Eimsbüttel
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Federführend:D1 - Dezernat Steuerung und Service   
 
Protokoll
Abstimmungsergebnis

Herr Gottlieb erläutert den Antrag. Er halte es nicht für sinnvoll, dass nur diejenigen, die die Tests abnehmen würden, in Hamburg herumfahren. Vielmehr könnten die mobilen Menschen zu bestimmten Teststellen fahren und sich dort testen lassen. Dies sei effizienter. Und obwohl sich die Situation und die Organisation hinsichtlich der privaten Initiativen zur Unterstützung anderer erheblich verbessert habe, halte er die Einrichtung einer Hotline für eine gute Unterstützung.

 

Herr Kuhlmann erwidert, dass man sich darauf verlassen könne und solle, was die Experten in der Frage der Testungen und wie diese am besten durchgeführt werden, für geboten halten. Insbesondere im Hinblick auf die derzeitige Verfügbarkeit von Testmaterial sehe er Probleme für die vorgeschlagene Maßnahme. Zudem sollte man auch hier gesamt hamburgisch denken.

 

Herr Gottlieb erläutert, dass es nicht um mehr Testungen gehe, sondern darum, wie diese durchgeführt werden. Außerdem soll es natürlich einen gesamthamburgischen Ansatz geben.

 

Frau Schübel weist darauf hin, dass die Leiterin des Gesundheitsamtes bereits darauf hinwies, dass Teststationen in Hamburg eher nicht geeignet sind. Dazu komme trotz allem das Risiko, wenn Infizierte sich in das Auto oder den Bus setzten und zu einer Teststation fahren würden. Zu der vorgeschlagenen Hotline verweise sie darauf, dass Anrufer im Bezirksamt nach ihrem Wissen bereits an kompetente Träger verwiesen würden.

 

Herr Kuhn befürchtet über das bereits gesagte hinaus, dass die Anlaufstellen überlaufen werden, weil sich viele besorgte Bürger vorsorglich testen lassen würden. Dies könne zu Problemen führen, wenn viele dieser Menschen nicht zu der Gruppe der Testpersonen gehörten oder kein Testmaterial verfügbar wäre. Zum zweiten Punkt gebe es bereits eine große Menge von organisierten Unterstützungen. Eine weitere werde keinen Zugewinn bringen.

 

Frau Pagels erläutert, dass sich viele Menschen mit ihren Nachfragen und Unterstützungsbedarfen bereits an die bekannten Anlaufstellen wenden würden. Daher sehe sie zurzeit keinen Bedarf an weiteren Angeboten des Bezirksamtes.

 

Der Bezirksamtsleiter weist wie auch bereits in anderen Zusammenhängen darauf hin, dass es nicht gut wäre, wenn es hier einen Vorstoß des Bezirksamtes geben würde und nicht eine einheitliche Positionierung für ganz Hamburg. Für viele Zwecke gebe es bereits zentrale Telefonnummern, die man kontaktieren könne und diese Angebote würden kontinuierlich ausgebaut.

 

Herr Gottlieb erinnert daran, dass im Antrag nicht das Bezirksamt, sondern die Fachbehörde benannt wird. Es solle nicht alles in Drive-In-Zentren getestet werden. Zurzeit sei es aber so, dass man nach einer Meldung lange auf eine Probenentnahme warten müsse. Man könne diese Wartezeit durch Drive-In-Zentren verkürzen. Dies würde in anderen Großstädten bereits praktiziert. Alle Anfragen zu Nachbarschaftshilfe in einer Nummer zu bündeln könnte helfen, die anderen zentralen Rufnummern zu entlasten.Herr Gottlieb 

 


Abstimmungsergebnis:

Gegen die Stimmen von SPD und FDP bei Enthaltung von DIE LINKE mehrheitlich abgelehnt.