Bezirksversammlung Eimsbüttel

Auszug - U-Bahn-Notausstiege der Hamburger Hochbahn im Heußweg Gäste: Herr Gauer (Hamburger Hochbahn AG) und Vertreter des Fachamtes Management des öffentlichen Raumes  

 
 
Sitzung des Kerngebietsausschusses
TOP: Ö 4
Gremium: Kerngebietsausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mo, 30.08.2010 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:45   (öffentlich ab 18:05) Anlass: Sitzung
Raum: Ferdinand-Streb-Saal (Raum 1275), 12.Stock
Ort: Grindelberg 62-66, 20144 Hamburg
 
Protokoll

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Eimsbüttel

Bezirksversammlung

 


 

Auszug aus der Niederschrift

der 26. Sitzung des Gremiums

Kerngebietsausschuss

am 30.08.2010

öffentlich

 

 


Tagesordnungspunkt 4 :

 

!Titel!


U-Bahn-Notausstiege der Hamburger Hochbahn im Heußweg

Gäste: Herr Gauer (Hamburger Hochbahn AG) und Vertreter des Fachamtes Management des öffentlichen Raumes 


 

 

 

 

 


 


- KGA 30.08.2010, Az.:

 

Herr Gauer  stellt sich und seinen Kollegen Herrn Strotkamp vor. Er gibt anhand einer Präsentation einen Überblick über die Standorte der geplanten zwei zusätzlichen Notausstiege am U-Bahnhof Osterstraße. Weiterhin erklärt er die unterschiedlichen Bauweisen der geplanten Notausstiege und weist darauf hin, dass der beim geplanten Ausstieg Heußweg stehende Baum geschützt werden solle, hier sei nur ein Rückschnitt erforderlich. Weiterhin solle hier am Notausstieg ein separater Einstieg für die Feuerwehr entstehen. Auf Nachfragen erklärt Herr Gauer, dass sich der Ausstieg Unnapark weitgehend auf der Grünfläche befinden solle, beim Ausstieg am Heußweg bliebe eine ausreichende Fläche für den Fuß- und Radweg vorhanden. Er erläutert den Öffnungsmechanismus sowie die die Belüftungen der Ausstiege. Weiterhin erläutert Herr Gauer, dass die Baumaßnahmen am 27. September beginnen und bis Mitte des nächsten Jahres fertig gestellt sein sollen.

Herr Thomsen begrüßt die Planungen der Hochbahn bzgl. der Notausstiege. Weiterhin weist er darauf hin, dass z.Zt. am Fanny-Mendelssohn-Platz gebaut werde und fragt, ob es richtig sei, dass für die Errichtung des Notausstieges ein Siel verlegt werden müsse. Es sei den Bürgern unverständlich, dass dort erneut gebaut werde. Er fragt, warum dieses nicht bereits mit der Umgestaltung des Platzes erfolgt sei.

Herr Gauer erläutert, dass die Installation des Notausstieges auf dem Fanny-Mendelssohn-Platz keinen Sinn machen würde.

Herr Thomsen ergänzt, dass es den Wunsch gebe, an der U-Bahn-Station Fahrstühle zu installieren und fragt, warum diese Baumaßnahmen nicht zusammen erfolgen können.

Herr Pröwrock merkt an, dass es sich um zwei unterschiedliche Baumaßnahmen handeln würde. Bei dem aktuellen Bauvorhaben würde es sich um ein durch die BSU zu genehmigendes Vorhaben handeln. Wenn versucht worden wäre die Bauvorhaben zu verbinden, hätte die Umgestaltung des Fanny-Mendelssohn-Platzes wahrscheinlich erst im nächsten Jahr erfolgen können. Des Weiteren wäre die Bevölkerung bei zusammengefassten Bauvorhaben wesentlich mehr beeinträchtigt.

Herr Thomsen weist daraufhin, dass dort drei KfZ-Stellplätze vorhanden seien und fragt, ob diese nun dauerhaft entfallen würden.

Herr Gauer merkt an, dass diese zurzeit aufgrund der Baustelleneinrichtung blockiert seien. Und erklärt, dass durch den HVV dort keine dauerhaften Eingriffe vorgenommen werden.

Herr Achilles merkt an, dass am nördlichen Standort bislang der Standort der Wertstoffcontainer war und fragt, wie das Umfeld des Ausstieges beschaffen sein muss. Er fragt weiterhin, ob es Überlegungen hinsichtlich von weiteren Nutzungen der Ausstiegsbauwerke z.B. als Sitzgelegenheiten geben würde.

Herr Pröwrock erläutert, das die ersten Planungen des HVV bzgl. der Notausstiege mit sehr großen Einschnitten verbunden gewesen seien, u.a. hätten Bäume gefällt werden müssen. Es sei jetzt gelungen in Verhandlungen mit dem Fachamt Management des öffentlichen Raumes verträgliche Lösungen zu finden, der Standort des Wertstoffcontainers gehe aber verloren. Es sei durch das Fachamt im Kerngebietsausschuss ein Alternativstandort beim “Maybach“ vorgeschlagen worden, dieser sei aber abgelehnt worden. Eine weitere Nutzung der Ausstiegsbauwerke als Sitzgelegenheit oder Fahrradabstellmöglichkeit sei ausgeschlossen, da es sich um Notausstiege handeln würde.

Frau Schum merkt an, dass nicht klar gewesen sei, dass der Standort für den Wertstoffcontainer ersatzlos gestrichen werden müsse. Weiterhin fragt sie die anwesenden Vertreter der Hochbahn, wann endlich der gewünschte Behindertenfahrstuhl am U-Bahnhof Osterstraße gebaut werde.

Herr Gauer merkt an, dass er diese Frage nicht beantworten könne, da sie nicht in seine Zuständigkeit falle. Er sagt aber zu, die Frage an die zuständigen Kollegen bei der Hochbahn weiterzuleiten. Weiterhin erklärt er auf Nachfragen, dass am Nachbarbahnhof Emilienstraße  bereits 2004 Notausstiege gebaut worden seien und gibt einen Überblick über das Sicherheitskonzept der Hochbahn bei brennenden Zügen innerhalb der Tunnel. Er erläutert, dass brennende Züge immer in den nächsten Bahnhof gefahren bzw. geschoben werden. Es werde versucht die Fahrgäste immer über die Haltestellen zu evakuieren.

Herr Strotkamp ergänzt, dass dieses Sicherheitskonzept bereits vor Jahren entwickelt worden sei, um eine sichere Flucht zu gewährleisten. Aus diesen Grunde habe es auch eine Auflage der Sicherheitsbehörden gegeben, die den Bau der Notausstiege erforderlich gemacht habe.

Herr Seidlitz bekräftigt Frau Schums Äußerungen hinsichtlich des Fahrstuhls für Behinderte. Er merkt an, dass der Zugang zum Bahnhof geändert werden müsse.

Herr Strotkamp weist darauf hin, dass zwischen HVV und Hochbahn unterschieden werden müsse. Fragen zum Haltestellenmanagement könne er nicht beantworten.

Herr Barta  regt hinsichtlich des Fahrstuhls am Bahnhof Osterstraße einen gemeinsamen Antrag der Fraktionen an, um die zuständigen Verantwortlichen zur einer Stellungnahme bzw. Reaktion zu bewegen.

Herr Achilles bezieht sich auf die, als Tischvorlage vorliegende, Mitteilung der Verwaltung aus dem Hauptausschuss am 12.08.2010 und merkt an, dass die im November letzten Jahres erfolgte Ablehnung des Alternativstandortes des Wertstoffcontainers nicht vor dem Hintergrund erfolgte, dass dieser entfällt, sondern dass der Container am jetzigen Standort verbleibt, bzw. nach einen besseren Standort gesucht werden sollte. Wenn der Standort nun wegfallen müsse, appelliere er an die Fraktionen, dass diese sich Gedanken machen sollen, ob der Standort verzichtbar sei.

 

Da keine weiteren Wortmeldungen erfolgen, dankt die Vorsitzende den Gästen und verabschiedet diese.

 

(Anmerkung des Protokolls: Das in der Sitzung des KGA am 30.08.2010 monierte Datum der Befassung und Ablehnung des vorgeschlagenen Containerstandortes in der Eichenstraßen gegenüber „Maybach“ war am 02.11.2009 nicht am 09.11.2009, s. KGA 02.11.2009, TOP 9.3)

 

 

Die im Vortrag verwendeten Präsentationsunterlagen sind dieser Niederschrift als Anlage beigefügt.


 


 

Frau Birgit von Klinggräff               Frau Inga Ortelt

 

Vorsitzendes Mitglied