Bezirksversammlung Eimsbüttel

Auszug - Bebauungsplan-Entwurf Stellingen 64 (Spannskamp) Bericht Grobabstimmung  

 
 
Sitzung des Stadtplanungsausschusses
TOP: Ö 1.3
Gremium: Stadtplanungsausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 31.08.2010 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:30 - 19:45 Anlass: Sitzung
Raum: Ferdinand-Streb-Saal (Raum 1275), 12.Stock
Ort: Grindelberg 62-66, 20144 Hamburg
 
Protokoll

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Eimsbüttel

Bezirksversammlung

 


 

Auszug aus der Niederschrift

der 40. Sitzung des Gremiums

Stadtplanungsausschuss

am 31.08.2010

öffentlich

 

 


Tagesordnungspunkt 1.3 :

 

!Titel!


Bebauungsplan-Entwurf Stellingen 64 (Spannskamp)

Bericht Grobabstimmung


 

 

 

 

 


 


-Stapla 31.08.10; AZ.:

 

Frau Häffner berichtet über den Bebauungsplan-Entwurf Stellingen 64 am Spannskamp. Ziel der Planungen sei die Verlagerung der dort auf einer alten Deponiefläche ansässigen Kleingärten (60 Parzellen) auf den Deckel der A 7 und die Entwicklung der Fläche für Wohnungsbau. Die Aufstellungsinformation für den Plan hätten die Ausschussmitglieder am 07.07.2009 erhalten. Am 19.07.2010 habe die Grobabstimmung stattgefunden.

 

Frau Häffner erläutert anhand eines Planbilds die Lage des 3,5 ha umfassenden Plangebiets. Dabei handele es sich um die Fläche nördlich und südlich der Straße Spannskamp. Rechts vom Plangebiet befinde sich eine Genossenschaftssiedlung, links davon der Basselweg, in Verlängerung der Högenstraße eine Grünanlange.

 

Frau Häffner erklärt, im Bereich der Grünanlage sei eine öffentliche Parkanlage (Osten und Norden) ausgewiesen, die durch einen Fußweg eine Verbindung zum Basselweg biete. Es seien zwei Baufelder für Wohnungsbau vorgesehen. Derzeit gebe es die Überlegung, straßenbegleitend am Spannskamp ein allgemeines Wohngebiet (WA) auszuweisen. Da die Absicht bestehe, die Fläche an einen Investor oder eine Wohnungsbaugesellschaft zu vergeben, werde die Fläche zunächst global entwickelt. Nach der Vergabe werde man dann mit dem Investor die genauen Baukörper entwickeln.

 

Dennoch gebe es bereits vier Testentwürfe, wie die Bebauung aussehen könnte, die Frau Häffner anhand von Folien erläutert.

 

In Variante 1 sei ein Hofkonzept in aufgebrochener Blockstruktur mit Winkel- und Zeilenbauten dargestellt (Erschließungsstich im Westen).

 

Variante 2 sehe dagegen Bauten in offener Zeilenstruktur vor (Erschließungsstich im Westen). Dort gebe es im Süden einen Höhenunterschied, den man evtl. für den Bau einer Tiefgarage nutzen könne.

 

Die Varianten 3 und 4 zeigen den Bau von winkelförmigen Gebäuden und einzelnen Punkthäusern. Der Unterschied bestehe darin, dass sich der Erschließungsstich bei Variante 3 im Osten, bei Variante 4 im Westen befinde.

 

Für alle Varianten sei der Bau von 260 bis 290 Wohneinheiten mit maximal vier Geschossen vorgesehen.

 

Frau Häffner erwähnt abschließend, dass die öffentliche Plandiskussion für den 30.11.2010 geplant sei. Vorher werde es noch Gespräche mit drei Kleingärtnern der südlich angrenzenden Kolonie geben, die direkt an das Plangebiet Stellingen 64 angrenzten und betroffen seien.

 

Herr Hertel bittet Frau Häffner, noch einmal die Varianten 1 und 2 zu zeigen. Bei beiden Varianten sei ganz im Norden ein grünes Dreieck zu sehen. Er frage sich, ob es nicht sinnvoller wäre, die ganze Bebauung weiter in den Norden zu verschieben. Darüber hinaus scheine Variante 1 im Norden autofrei zu sein, was er sehr begrüßen würde.

 

Derzeit bestehe im Norden noch eine Wegeverbindung von den Kleingärten in den Spannskamp, die auf dem gezeigten Plan nicht mehr zu erkennen sei. Er würde daher gern wissen, ob diese Wegeverbindung wegfalle.

 

Frau Häffner antwortet, dass sich mit dem Neubau die Wegebeziehungen ändern würden. Sie stimme jedoch Herrn Hertel zu, dass es sinnvoll wäre, einen Weg vom Spannskamp zu den verbleibenden Kleingärten zu sichern.

 

Darüber hinaus sei tatsächlich bislang kein Straßenstich ausgewiesen. Es müsse noch entschieden werden, ob es dort überhaupt eine öffentliche Straße oder evtl. eine Privatstraße geben solle. Das Ziel sei, die Autos so schnell wie möglich in die Tiefgarage zu führen.

 

Herr Hertel erkundigt sich weiter, warum die Ausweisung von einem reinen Wohngebiet zu einem allgemeinen Wohngebiet geändert werden solle.

 

Frau Häffner erläutert, dass die Ausweisung als reines Wohngebiet eine besondere Wohnruhe bedeute, was zum einen positiv zu bewerten sei, zum anderen jedoch die Art der Nutzung sehr einschränke. Einrichtungen wie Kindertagesstätten dürften in einem reinen Wohngebiet nur relativ klein sein, in einem allgemeinen Wohngebiet etwas größer.

 

Es sei davon auszugehen sei, dass ein Bebauungsplan 40 bis 50 Jahre gelte. Derzeit gebe es zwar einen großen Bedarf an Wohnraum, doch im Hinblick auf die Zukunft sei es durchaus sinnvoll, straßenbegleitend ein allgemeines Wohngebiet mit größerem Nutzungspotenzial auszuweisen. Es bestehe dabei auch die Möglichkeit, unerwünschte Nutzungen auszuschließen.

 

Herr Rust meint, dass hinsichtlich der Grünfläche im nördlichen Bereich noch Diskussionsbedarf bestehe. Aus Sicht der SPD müsse diese nicht kleiner geplant werden, denn die Bedeutung unversiegelter Flächen werde auch aufgrund des Klimawandels zunehmen.

 

Da es sich um eine städtische Fläche handele und die Ausschreibung auch noch nicht stattgefunden habe, sei hoffentlich davon auszugehen, dass bei der Veräußerung der Fläche die neuen Grundzüge des Senats berücksichtigt würden (Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, evtl. auch Entwicklung von genossenschaftlichem Wohnraum).

 

Herr Rust fragt nach, ob es richtig sei, dass die Kleingärtner erst auf den Deckel umgesiedelt würden, wenn die entsprechenden Flächen dort fertiggestellt worden seien.

 

Frau Häffner bestätigt dies.

 

Herr Döblitz dankt Frau Häffner für die Ausführungen.

 

Der Stadtplanungsausschuss nimmt den Bericht zur Kenntnis.