Bezirksversammlung Eimsbüttel

Auszug - Bebauungsplan-Entwurf Schnelsen 92 (Kettelerweg) Auswertung der öffentlichen Plandiskussion  

 
 
Sitzung des Stadtplanungsausschusses
TOP: Ö 1
Gremium: Stadtplanungsausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 21.05.2013 Status: öffentlich
Zeit: 18:00 - 19:25 Anlass: Sitzung
Raum: Ferdinand-Streb-Saal (Raum 1275), 12.Stock
Ort: Grindelberg 62-66, 20144 Hamburg
 
Protokoll

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Eimsbüttel

Bezirksversammlung

 


 

Auszug aus der Niederschrift

der 24. Sitzung des Gremiums

Stadtplanungsausschuss

am 21.05.2013

öffentlich

 

 


Tagesordnungspunkt 1 :

 

!Titel!


Bebauungsplan-Entwurf Schnelsen 92 (Kettelerweg)
Auswertung der öffentlichen Plandiskussion


 

 

 

 

 


 


-Stapla 21.05.2013; AZ.:
 

(Hinweis: Das Protokoll der öffentlichen Plandiskussion wurde den Mitgliedern vorab mit der Einladung zugeschickt.)

Frau Häffner berichtet von der ÖPD zum Bebauungsplan-Entwurf Schnelsen 92, die am 16.04.2013 in der Schule Anna-Susanna-Stieg stattgefunden habe. Es seien etwa 75 Bürgerinnen und Bürger aus dem näheren Wohnumfeld anwesend gewesen.

Anhand des Funktionsplans und des Bebauungsplan-Entwurfs erläutert Frau Häffner die Ziele des Verfahrens. Auf der rückwärtigen Grundstücksfläche am Kettelerweg seien Reihenhäuser sowie im südlichen Bereich Geschosswohnungsbau geplant. Stellplätze seien in einer Tiefgarage unterzubringen. Auf dem nördlichen Grundstück an der Holsteiner Chaussee seien Geschosswohnungsbau an der Straße und dahinterliegende Reihenhäuser vorgesehen. Es sei ebenfalls eine Tiefgarage geplant.

Während der ÖPD seien die Dichte und Geschossigkeit der Neubebauung diskutiert worden. Auf den Grundstücken seien ca. 40 bzw. 10-12 Wohneinheiten bei 2 (+ Staffel) bis 3 Geschossen geplant. Von den Anwohnern sei gefragt worden, ob die Dichte reduziert werden könne.

Des Weiteren hätte es Fragen zur Erschließung sowie nach den Stellplätzen gegeben. Geprüft werden solle, ob die vorgesehene private Erschließung statt entlang der rückwärtigen Grundstücke am Voßkamp auch zwischen der neuen Bebauung liegen könne. Dies habe wahrscheinlich zur Folge, dass die Bebauung weiter Richtung Osten an die Grundstücksgrenze der Anwohner am Voßkamp rücke. Das Fachamt werde diese Erschließungsvariante prüfen.

Bezüglich der Stellplätze sei der Wunsch von Anwohnern geäußert worden, mehr als die nach HBauO erforderlichen vorzusehen, um die Parkplatzsituation am Kettelerweg nicht weiter zu verschärfen.

Zur Ausweisung des Baufeldes für die rückwärtige Bebauung wurde gefragt, warum man trotz des detaillierten Funktionsplans keine genaueren Festsetzungen treffe. Frau Häffner erklärt, dass man die Ausweisung im Laufe des Verfahrens evtl. auch noch konkretisieren und ggf. Baukörperfestsetzung treffen werde.

Im Nachgang der ÖPD seien zwei schriftliche Stellungnahmen eingegangen. Zum einen habe der Grundstückseigentümer der Seniorenwohnanlage und zum anderen der Betreiber sich an das Fachamt gewandt. Der Eigentümer habe einen Teil seines rückwärtigen Grundstücks zusammen mit einer schmalen Parzelle am Kettelerweg, die der Erschließung dienen sollte, verkauft. Durch den vorhandenen Eichenbestand sei eine Erschließung über die schmale Parzelle jedoch nicht möglich. Die Bäume dürfen nicht gefällt werden. Wenn das rückwärtige Grundstück bebaut werden soll, gehe dies nur mit einer Erschließung über das vordere Grundstück. Generell würden sie der Bebauung zustimmen, jedoch halten sie die Dichte für zu hoch. Ein weiterer Kritikpunkt war die scheinbare Einschränkung ihres bestehenden Baurechts. Da die vorhandene Bebauung die festgesetzten Dichtewerte jedoch schon vollständig ausschöpft bzw. durch den nunmehr kleineren Grundstückszuschnitt sogar überschreitet, liege keine Einschränkung vor. Der neue Bebauungsplan werde dem Bestand entsprechen.

Der Altenheim-Betreiber habe die Neubebauung ebenfalls befürwortet, er habe aber daraufhin gewiesen, dass die Sicherheit der Bewohner bei einer Erschließung über die bestehende Zufahrt gewährleistet sein müsse. Ebenso müsse verhindert werden, dass die Stellplätze des Altenheims durch Anwohner und Besucher des hinteren Grundstücks genutzt würden.

Das Fachamt habe aus der ÖPD folgende Prüfaufträge mitgenommen:
 

              - Überprüfung der Dichte der Neubebauung

              - Prüfen einer Erschließungsvariante mit privater Straße zwischen der neuen Bebauung

              - Auseinandersetzung mit dem Thema Verschattung.
 

Frau Häffner erklärt, dass das Thema Verschattung angesichts der vorhandenen Grundstückstiefen jedoch voraussichtlich wenig problematisch sei.

Herr Bulla erkundigt sich nach der Oberflächenwasserproblematik.

Frau Häffner antwortet, dass ein Oberflächenwasserkonzept beauftragt werde und dass es sich dabei um ein Standardthema im Bebauungsplanverfahren handele.

Herr Bulla fragt nach der vorhandenen Gehwegsituation an der Holsteiner Chaussee.

Frau Häffner habe beim Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) nachgefragt, der für die Planung und Umsetzung in dem Bereich verantwortlich sei. Die Situation sei dem LSBG bekannt, eine Fertigstellung des Weges könne jedoch noch bis 2015 dauern.

Herr Bulla bekräftigt, dass seine Fraktion es unterstütze, wenn öffentlich geförderter Wohnungsbau im Plangebiet realisiert werden würde.

Der Stadtplanungsausschuss nimmt den Bericht zur Kenntnis.
 

Herr Rust bittet um eine kurze Unterbrechung der Sitzung, um sich mit Anwohnern und Investoren im Bereich des Bebauungsplan-Entwurfs Niendorf 91 zu beraten. Die Sitzung wird für 20 Minuten (18.15 - 18.35 Uhr) unterbrochen.