Bezirksversammlung Eimsbüttel

Auszug - Bebauungsplan-Entwurf Stellingen 61 (Vogt-Kölln-Straße) Auswertung der öffentlichen Plandiskussion  

 
 
Sitzung des Stadtplanungsausschusses
TOP: Ö 2
Gremium: Stadtplanungsausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 21.05.2013 Status: öffentlich
Zeit: 18:00 - 19:25 Anlass: Sitzung
Raum: Ferdinand-Streb-Saal (Raum 1275), 12.Stock
Ort: Grindelberg 62-66, 20144 Hamburg
 
Protokoll

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Eimsbüttel

Bezirksversammlung

 


 

Auszug aus der Niederschrift

der 24. Sitzung des Gremiums

Stadtplanungsausschuss

am 21.05.2013

öffentlich

 

 


Tagesordnungspunkt 2 :

 

!Titel!


Bebauungsplan-Entwurf Stellingen 61 (Vogt-Kölln-Straße)
Auswertung der öffentlichen Plandiskussion


 

 

 

 

 


 


-Stapla 21.05.2013; AZ.:

(Hinweis: Das Protokoll der öffentlichen Plandiskussion wurde den Mitgliedern vorab mit der Einladung zugeschickt.)
 

Frau Häffner berichtet von der ÖPD zum Bebauungsplan-Entwurf Stellingen 61 (Vogt-Kölln-Straße), die am 02.04.2013 im Haus der Jugend, Kultur und Stadtteil stattgefunden habe. Unter dem Begriff „Entwicklung Stellingen“ laufe das Öffentlichkeitsbeteiligungsverfahren, innerhalb dessen es bereits die Auftaktveranstaltung und Ideenbörse gegeben habe. Frau Häffner erklärt, dass man diese offizielle ÖPD etwas interaktiver gestalten und etwas Neues im Rahmen des Beteiligungsverfahrens ausprobieren wollte. Daher hätte es nicht nur einen „Frontal-Vortrag“ geben, sondern Arbeitsgruppen zu vier verschiedenen Themen.

Frau Häffner stellt zunächst das Plangebiet mit der derzeitigen Nutzung vor. Anhand des Funktionsplans erläutert sie die geplante Verlagerung der Sportplätze vom Sportplatzring auf die Fläche an der Vogt-Kölln-Straße. In der ersten Phase sollen die Fußballfelder vom Sportplatzring auf das Informatikgelände verlagert werden. Dabei könne das Hauptgebäude stehen bleiben. Nachdem die Informatik umgezogen ist, werde das Hauptgebäude abgerissen und die Kampfbahn auf die Fläche verlagert.

Anschließend stellt Frau Häffner den Ablauf der Veranstaltung vor. Zunächst seien die Planung und die Ergebnisse der vorbereitenden Interviews vorgestellt worden. Danach habe man sich in vier Gruppen aufgeteilt und anhand von Plänen diskutiert. Sie halte diese Vorgehensweise für ein gutes Format, da in einem überschaubaren Kreis diskutiert worden sei und so mehr Leute zu Wort kommen konnten.

Im Folgenden stellt Frau Häffner die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen vor:

Nutzungen allgemein:
Diskutiert wurde die Frage, ob an dem Standort auch kulturelle und soziale Nutzungen sinnvoll seien. In den derzeitigen Planungen seien die Sportanlagen relativ knapp bemessen. Es seien großzügigere Anlagen gewünscht, die sich erst in der zweiten Phase nach Wegfall des Informatik-Hauptgebäudes realisieren lassen würden. Ein weiteres Thema war die Intensität der Sportnutzungen. Die Flächen seien für die Öffentlichkeit bestimmt, würden aber vor allem auch von Vereinen genutzt werden.

Gewerbe:
Man habe sich für den Ausschluss bestimmter gewerblicher Nutzungen, wie Spielhallen, Wettbüros und Bordelle, ausgesprochen und könne sich vor allem kleinteiliges Gewerbe an dem Standort vorstellen.

Verkehr:
Gewünscht sei eine Verbesserung der Situation für Fußgänger und Radfahrer sowie eine StadtRAD-Station. Geprüft werden solle, ob einer Erschließung der Sportflächen auch über das Gewerbegebiet möglich sei, um so die jetzigen Anwohner vor dem Verkehr zu schützen. Diskutiert wurde eine mögliche Wegeverbindung nach Osten, die jedoch durch eine private Fläche beschränkt werde. Es sollen möglichst viele Stellplätze insbesondere auch für Sportveranstaltungen vorgehalten werden.

Natur und Freiraum:
Es solle rund um die Sportflächen Aufenthaltsqualität geschaffen werden. Beispielsweise seien Bänke und Fitnessgeräte für ältere Menschen denkbar. Die Sportflächen sollen in die bestehenden Wegeverbindungen eingebunden werden.

Abschließend zieht Frau Häffner als Fazit aus der Veranstaltung, dass diese Art der ÖPD erfolgreich gewesen sei. Der Arbeits- und Zeitaufwand sei höher als der einer normalen Veranstaltung, man habe jedoch auch bessere Ergebnisse erzielt. Für die Zukunft habe man sich vorgenommen, zu prüfen, für welche Planverfahren sich eine solche Veranstaltung eigne, und die Abstimmung mit dem Stadtplanungsausschuss bei solchen besonderen Veranstaltungsformaten zu verbessern.

Frau Könnecke schließt sich Frau Häffners Meinung an und gibt ihr Lob an die Verwaltung dafür, dass sie neue Wege bei der Bürgerbeteiligung gehe. Ferner möchte sie wissen, was mit den Nebengebäude auf der Fläche geplant sei und ob es einen Zeitplan für die Verlagerung bzw. Äußerungen von der Uni dazu gebe.

Frau Häffner erklärt, dass die Planungen der Wissenschaftsbehörde kommuniziert worden seien, dass es offensichtlich aber noch nicht bis in die Fachschaft durchgedrungen sei. Das Hauptgebäude könne in der ersten Phase stehen bleiben. In den Nebengebäuden untergebrachte studentische Nutzungen können auf ein anderes Gebäude ausweichen. Es werde einen Termin mit der Wissenschaftsbehörde geben, um den Zeitplan zu klären.

Herr Rust erklärt, dass er und auch die anderen Ausschussmitglieder anfangs vom Format der Veranstaltung überrascht worden seien. Er sehe jedoch ein, dass es für öffentlichkeitswirksame Bebauungspläne sinnvoll sei, die ÖPD auf diese Weise durchzuführen. Er merkt an, dass die Räumlichkeiten hätten größer sein können, damit die Gruppen ungestörter arbeiten können.

Herr Obens fragt nach, ob es immer noch so sei, dass keine Wohnbebauung auf der Fläche auf Grund von Lärmschutz möglich sei. Es habe dazu andere Aussagen gegeben.

Herr Gätgens erwidert, dass es sich dabei um ein Missverständnis gehandelt habe. Wohnungsbau sei wegen des Fluglärms weiterhin eindeutig ausgeschlossen.

Der Stadtplanungsausschuss nimmt den Bericht zur Kenntnis.