Bezirksversammlung Eimsbüttel

Drucksache - 20-0240  

 
 
Betreff: Busspuren für Krankenkraftwagen freigeben
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Federführend:D1 - Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Entscheidung
30.10.2014 
Sitzung der Bezirksversammlung an Ausschuss überwiesen   
Ausschuss für Verkehr Vorberatung
05.11.2014 
Konstituierende Sitzung des Ausschusses für Verkehr zurückgestellt   
04.02.2015 
Sitzung des Ausschusses für Verkehr zurückgezogen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Das Durchschnitts- und Spitzenalter der Bevölkerung ist in den letzten Jahren enorm angestiegen. Demographisch lässt sich dahingehend ein Wandel innerhalb der Bevölkerung feststellen, als dass das Durchschnittsalter der Bevölkerung stetig steigt. Dadurch resultierend steigt auch der Bedarf an ambulanten und klinischen Behandlungen.

Zu beobachten ist, dass das Aufkommen an Notfalleinsätzen und Krankenbeförderungen gemäß des Jahresberichts der Feuerwehr Hamburg im Hamburger Stadtgebiet in den letzten Jahren ein stetiges Plus aufweist. Darüber hinaus verfügt Hamburg im Bereich der Gesundheitsbranche im Bundesvergleich gesehen über eine überdurchschnittlich gute Versorgung an klinischen, haus- und fachärztlichen Angeboten, was dazu führt, dass auch Patienten aus dem Bereich der Metropolregion Hamburg, aber auch dem gesamten Bundesgebiet zur Versorgung nach Hamburg kommen. Eine sehr große Anzahl der Patienten ist dabei aus den unterschiedlichsten Gründen auf die Beförderung mit Krankenkraftwagen angewiesen.

Darüber hinaus lässt sich in Hamburg und deutschlandweit beobachten, dass der Straßenverkehr stetig zunimmt. Gerade im Hamburger Stadtgebiet kommt es daher besonders in Stoßzeiten und an Verkehrsknotenpunkten zu Stausituationen mit häufig langen Standzeiten. Für Patienten mit teilweise schwerwiegenden Erkrankungen, die jedoch nicht immer akute Lebensgefahr bedeuten und daher die Sonder- und Wegerechte nicht rechtfertigen, stellt die liegende oder sitzende Beförderung in einem Krankenkraftwagen dennoch eine außerordentliche Stressbelastung dar, die durch unnötige Wartezeiten im Stau verstärkt wird. Daher scheint es geboten, dass derartige Stressbelastungen unter Ausschöpfung sämtlicher Maßnahmen weitestgehend reduziert werden.

 

 

 

 


Petitum/Beschluss:

Die Vorsitzende der  Bezirksversammlung Eimsbüttel wird gebeten, sich gemeinsam mit dem Bezirksamtsleiter gegenüber der Straßenverkehrsbehörde dafür einzusetzen, dass die durch Zeichen 245 Straßenverkehrsordnung (StVO) und Fahrbahnmarkierung „BUS“ gekennzeichneten Sonderfahrstreifen für Linienbusse im Bezirk Eimsbüttel für die erweiterte Benutzung von Krankenkraftwagen unter Vernachlässigung der Regelungen während der Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten durch entsprechende Zusatzbeschilderung „Kranken- und Rettungswagen frei“ freigegeben werden, um dadurch die Fahrtzeiten und Fahrtstrecken für Patienten kürzer und angenehmer zu gestalten.

 

 

 

 

Hans-Hinrich Brunckhorst und Fraktion

 

 


Anlage/n:

keine