Bezirksversammlung Eimsbüttel

Drucksache - 20-0411  

 
 
Betreff: Eimsbütteler Wohnungsbauprogramm 2013/2014,
Fortschreibung 2014
Beschlussempfehlung für die Bezirksversammlung
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussempfehlung Ausschuss
Federführend:Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Entscheidung
18.12.2014 
Sitzung der Bezirksversammlung beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Bisherige Beratungsfolge

am

TOP

Drs.

Ergebnis

Stapla

02.12.2014

5

20-0359

Empfehlung einstimmig

 

 

Anlass und Zielsetzung

Die Bezirke und der derzeitige Senat haben im Jahr 2011 gemeinsam den Vertrag für Hamburg Wohnungsneubau verhandelt, unterzeichnet und somit eine Vereinbarung zum Wohnungsneubau geschlossen. Ziel ist es, die Zahl der genehmigten Wohnungen so zügig wie möglich auf 6.000 Wohnungen pro Jahr zu steigern - davon 2.000 öffentlich geförderte Wohnungen für Haushalte mit mittlerem und geringen Einkommen.

Mit den bezirklichen Wohnungsbauprogrammen sollen die Bezirke diese Ziele konkretisieren sowie Vorhaben und konkrete Flächen benennen. Diese Wohnungsbaupro­gramme sind jährlich zu aktualisieren.

 

Gemäß dem Vertrag für Hamburg hat sich der Bezirk Eimsbüttel zur Genehmigung von durchschnittlich 700 Wohnungen über mehrere Jahre verpflichtet. In den Jahren 2011, 2012, 2013 sowie 2014 ist es jeweils gelungen, die eingegangene Verpflichtung aus dem Vertrag für Hamburg zu erfüllen und z.T. weit über 700 Wohneinheiten pro Jahr zu ge­nehmigen. Gleichzeitig ist es auch gesamtstädtisch gelungen die anvisierten Genehmi­gungen für 6.000 Wohneinheiten pro Jahr deutlich zu übertreffen.

 

Inhalt und Methodik

Mit dem Wohnungsbauprogramm 2013/2014, Fortschreibung 2014 legt der Bezirk Eimsbüttel das mittlerweile vierte Eimsbütteler Wohnungsbauprogramm vor. Es handelt sich hierbei um die Ergänzung des vorherigen sowie weiterhin gültigen Wohnungsbauprogramms 2013/2014.

 

Das Eimsbütteler Wohnungsbauprogramm bildet die Basis sowohl für die quantitative als auch die qualitative wohnbauliche Ausrichtung des Bezirks und stellt die Grundlage für die im Vertrag für Hamburg eingegangene Verpflichtung dar.

 

Die Fortschreibung 2014 des Wohnungsbauprogramms 2013/2014 beinhaltet die fortgesetzte Auswertung der bisherigen Programme, die Analyse des Ist-Zustandes und den Ausblick mit Darstellung der Ziele des Bezirks sowie der Bestätigung der sieben Leitlinien.

Weiterhin erfolgt die Auseinandersetzung und Integration mit den Fachbeiträgen der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt mit dem Titel „Mehr Stadt in der Stadt urbane Qualitäten für Wohnen und Freiraum“ und den Ergebnissen und Erkenntnissen der vier Wohnungsmarktanalysen sowie mit den Daten aus der Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) 2011.

Zentrales Element ist darüber hinaus die Umsetzung des Beschlusses der Bezirksversammlung vom 30. Januar 2014 und der Stand hierzu.

 

Wohnungsbaupotenzialflächen

Über die o.g. (neuen) Inhalte hinaus wurden, wie bereits im Vorjahr, die mittlerweile umgesetz­ten Potenzialflächen gefiltert und herausgenommen sowie die verbleibenden Potenzialflächen um neue Potenzialflächen ergänzt.

Es konnten 15 der für den Zeitraum bis 2018 genannten Potenzialflächen in 2014 aktiviert werden. Auf acht dieser Flächen konnten Teilbereiche genehmigt werden, hier verbleiben jeweils noch Wohnungsbaupotenziale.

Von den 118 im Wohnungsbauprogramm 2013/2014 vorgelegten und anhand von Steckbriefen aufbereiteten Potenzialflächen waren 97 für eine Entwicklung bis einschließlich 2017 eingestuft worden. Insgesamt sieben dieser Wohnungsbaupotenzialflächen 2013/2014 werden nunmehr herausgenommen, da hier Wohnbebauung genehmigt werden konnte. Es handelt sich um die folgenden Flächen:

1.036              (Magdalenenstraße 40/Pöseldorfer Weg 5)

7.075              (Kapitelbuschweg 15-27)

8.024              (Zum Markt/Garstedter Weg,dl. Nr. 17)

8.098              (Paul-Sorge-Straße 86)

8.100              (Groß Borsteler Straße 7, 9)

9.28a              (Riekbornweg 1/Oldesloer Straße 54-58)

9.105              (Holsteiner Chaussee 379)

 

Auf Teilbereichen von Potenzialflächen wurden zwar ebenfalls Genehmigungen für Wohnungsbau mit insges. 108 WE erteilt, jedoch steht auf diesen noch ein Restpotenzial zur Verfügung. Diese Flächen verbleiben somit im Wohnungsbauprogramm um die Aktivierung der Restflächen anzustoßen. Es handelt sich um die folgenden Flächen:

4.001              (Hoheluftchaussee)

6.046              (Kieler Straße/Pelikanstieg/Stellinger Steindamm)

7.001              (Reichsbahnstraße/Kapitelbuschweg)

7.009a              (Dallbregen/Heidacker/Baumacker)

7.070              (Holsteiner Chaussee)

8.005a              (Steendammwisch)

8.108              (Johannkamp/Paul-Sorge-Straße/König-Heinrich-Weg/Bandkampsweg/Bansgraben)

9.56              (Pinneberger Straß/Süntelstraße/Egenbüttler Weg)

 

In der Fortschreibung Wohnbaupotenzialflächen 2014 des Wohnungsbauprogramms 2013/2014 werden die noch nicht aktivierten Potenzialflächen aus den letzten Wohnungsbauprogrammen fortgeschrieben und mit 30 neuen Potenzialflächen ergänzt. Es handelt sich um die folgenden Flächen:

 

1.015              (Feldbrunnenstraße 43)

1.029              (An der Verbindungsbahn zw. 8 & 10)

1.042              (Brodersweg)

2.001              (Grindelberg 47-55)

3.042              (Bellealliancestraße 67)

3.079              (Bundesstraße 66)

3.175              (Amandastraße 66-74/Schulterblatt 120-124)

5.007c              (Osterfeldstraße 84-90, Ahornallee 2)

5.007f              (Ahornallee 19-29 (rückwärtig))

5.032a              (Kollaustraße 15, nördl. Kollaustraße 15)

5.048              (Osterfeldstraße 39)

5.049              (Niendorfer Straße 25)

6.048              (Randstraße 77)

7.045              (Pinneberger Chaussee 4-24/Nebenbahnstraße 3-7)

7.046              (Nebenbahnstraße 2-8/Holsteiner Chaussee 15-21)

7.049              (Holsteiner Chaussee 29-35)

7.051              (Upn Hornack 2-4/Pinneberger Chaussee 26, 30/Nebenbahnstraße 25)

7.065              (Lohkampstraße 39-45)

7.077              (Furchenacker 26-30a-c)

8.006a              (Sethweg 8-12)

8.006b              (Paul-Sorge-Str. 119, 119a)

8.006c              (Paul-Sorge-Str. 93-101/Sethweg 5)

8.006d              (Sethweg 11)

8.028              (Friedrich-Ebert-Straße 4-8)

9.038              (Brummerskamp 33-35)

9.039              stlich Halstenbeker Straße 29)

9.044              (Hogenfelder Stieg)

9.046              (Hogenfelder Straße 17-19/Hogenfelder Stieg 1-11)

9.081              (Grothwisch 3-19)

9.108              (Sellhopsweg 5-9)

 

Insofern werden zu den bestehenden Wohnungsbaupotenzialflächen zusätzliche Potenziale vorgelegt. Die Summe der in der Fortschreibung 2014 des Wohnungsbauprogramms 2013/2014 enthaltenen Potenzialflächen be­trägt für 2014 im Ergebnis 140 Flächen mit einem Potenzial von über 5.500 Wohneinheiten bis 2019 ff.

Die Übersichtskarten und die einzelnen Steckbriefe der Potenzialflächen wurden insgesamt aktualisiert.

 

Das Kapitel Evaluation konnte auf Grund der Zeitschiene des Verfahrensablaufes nur die Genehmigungen bis Ende Juli 2014 erfassen. Zur Veröffentlichung Anfang 2015 sollen diese Zahlen aktualisiert werden. Ein Überblick über das gesamte Jahr 2014 und eine gute Vergleichbarkeit mit den Vorjahren ist somit gegeben.

 

Verfahren

Am 04.11.2014 erfolgte die erste Vorstellung der Fortschreibung 2014 des Wohnungsbauprogramms 2013/2014 im Stadtplanungsausschuss. Hierbei wurden Inhalt und Herangehensweise sowie die in 2014 erteilten Wohnungsbaugenehmigungen dargestellt. Die neu aufgenommenen Potenzialflächen wurden vorgestellt und ein Ausblick vorgenommen. Im Nachgang wurden der Textteil der Fortschreibung sowie die Potenzialflächen 2014 an die Fraktionen und Gruppen verteilt.

Am 18.11.2014 fand die erste Lesung und Diskussion der Fortschreibung des Wohnungsbauprogramms 2013/2014 im Stadtplanungsausschuss statt.

 

Die Beteiligung der erforderlichen Behörden und Träger der öffentlichen Belange hat vom 04.11.2013 bis 19.11.2013 stattgefunden. Während der Beteiligung gingen acht Stellungnahmen ein. Sie sind in der Anlage mit den Abwägungsvorschlägen dargestellt.

 


Petitum/Beschluss:

Die Bezirksversammlung stimmt der Fortschreibung 2014 des Eimsbütteler Wohnungsbauprogramms 2013/2014 einschließlich der Wohnungsbaupotenzialflächen 2014 in der Fassung vom 04.11.2014 einschließlich der Änderungen aus dieser Drucksache zu.

 


Anlage/n:

Auswertung der Stellungnahmen zum Entwurf des Wohnungsbauprogramms 2013/2014, Fortschreibung.