Bezirksversammlung Eimsbüttel

Drucksache - 20-0876  

 
 
Betreff: Hochwasserschutz im Einzugsgebiet der Kollau verbessern
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussempfehlung Ausschuss
Federführend:D4 - Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt Beteiligt:Interner Service
    Fachamt Management des öffentlichen Raumes
   Zentrum für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Entscheidung
25.06.2015 
Sitzung der Bezirksversammlung beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Bisherige Beratungsfolge

am

TOP

Drucksache

Ergebnis

RA/Lo (Antrag der Fraktionen von SPD und GRÜNE)

08.06.2015

14.3

20-0857

Empfehlung einstimmig beschlossen

 

Auf der Sitzung des Regionalausschusses Lokstedt wurde am 11. Mai 2015 von Seiten der Verwaltung über die anhaltende Hochwasserproblematik im Bereich der Kollau berichtet. Sie wird insbesondere verursacht durch Starkregenereignisse, Querschnittseinengungen vorhandener Wasserläufe und die Hochwasserzufuhr aus der Mühlenau. Die Folge ist eine schon seit Jahren prekäre Hochwasserlage. Für die Anwohner ist das auf Dauer nicht hinnehmbar.

Begrüßenswerterweise hat die Bezirksverwaltung nunmehr ein Konzept vorgelegt, welches zum Ziel hat, die Anwohner im Bereich der Kollau deutlich besser als bisher vor Hochwasserereignissen zu schützen. Die Bezirksverwaltung hat dabei deutlich gemacht, dass dieses Konzept aus bezirklichen Mitteln umsetzbar ist. Dass mit dem Ausbau des Rückhaltebeckens Mühlenau am Einfluss der Düngelau und des Rückhalteraumes der Mühlenau kurz vor der Einmündung in die Kollau bereits erhebliche Verbesserungen erreicht werden konnten bewerten wir als besonders positiv.

Es ist in diesem Zusammenhang sicherzustellen, dass die Maßnahmen den erhofften wirksamen Hochwasserschutz für die Anwohner bieten können, auch mit Blick auf mögliche weitere Flächenversiegelungen.

 


Petitum/Beschluss:

1. Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, dafür Sorge zu tragen, dass die in Aussicht genommenen wasserwirtschaftlichen Maßnahmen im Einzugsbereich der Kollau so zügig wie möglich durchgeführt werden.

Dazu gehören u.a.

  • Neubau eines Rückhaltebeckens Mühlenau am Farnhornstieg
  • Höhersetzung einer Trumme im Bereich Wullwisch
  • Verbesserung des Strömungsquerschnittes unter der Brücke Niendorfer Straße
  • Grundinstandsetzung der Alten Kollau von Wehmerweg bis Niendorfer Straße und
  • Anlegung einer kontinuierlichen Pegelmessung z. B. in Höhe des Wehmerwegs.

 

2. Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, dem Ausschuss für Grün, Umwelt, Wirtschaft und Verbraucherschutz

a) darzustellen welche Mehrbedarfe bestehen, wenn diese Maßnahmen noch in diesem Jahr umgesetzt werden sollten

b) einen allgemeinen Überblick über den Hochwasserschutz im Bezirk zu geben.

 

3. Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, die Wirksamkeit der unter 1. genannten wasserwirtschaftlichen Maßnahmen nach ihrer Fertigstellung zu überprüfen und dem Regionalausschuss jährlich, im Falle eines Hochwasserereignisses nach Umsetzung der Maßnahmen auch früher, Bericht zu erstatten.

 

4. Die Vorsitzende der Bezirksversammlung Eimsbüttel wird gebeten, sich bei der Bezirksverwaltung Altona für eine Prüfung des Potentials von Maßnahmen zur dezentralen Retention im Bereich des Gewerbegebiets Farnhornstieg und ggf. im südlich angrenzenden Gebiet des Volksparkstadions/O2 World/Bezirk Altona einzusetzen, und dort eine Beratung mit den einschlägigen Gewerbetreibenden zur Umsetzung entsprechender Maßnahmen anzuregen.

 


Anlage/n:

keine