Bezirksversammlung Eimsbüttel

Drucksache - 20-0948  

 
 
Betreff: Sicherheit im Bezirk Eimsbüttel
Drs. 20-0727 Beschluss der BV vom 23.04.2015
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage der/des Vorsitzenden
Federführend:D1 - Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Kenntnisnahme
16.07.2015 
Sitzung der Bezirksversammlung zur Kenntnis genommen   
Regionalausschuss Stellingen Kenntnisnahme
31.08.2015 
Sitzung des Regionalausschusses Stellingen zur Kenntnis genommen   
Kerngebietsausschuss Kenntnisnahme
07.09.2015 
Sitzung des Kerngebietsausschusses zur Kenntnis genommen   
Regionalausschuss Lokstedt Kenntnisnahme
14.09.2015 
Sitzung des Regionalausschusses Lokstedt zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Die Umfrage bei der Deutschen Bahn AG (DB AG), der AKN Eisenbahngesellschaft, der Hamburger Hochbahn AG, den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein AG (VHH) und dem Hamburger Verkehrsverbund (VHH) hat ergeben, dass nach deren Erkenntnissen im Bezirk Eimsbüttel im Umfeld des Öffentlichen Personennahverkehrs keine besondere Sicherheitslage besteht.

 

Darüber hinaus machten die Verkehrsunternehmen folgende Angaben:

 

Deutsche Bahn AG:

Die DB AG hat ergänzend darauf hingewiesen, dass bei Veranstaltungen in den Arenen bzw. der O²-World besondere Lagen bestehen, wobei die Landes- und Bundespolizei hierüber Auskunft geben können.

 

Hamburger Hochbahn AG:

Die HOCHBAHN, teilte mit, dass von der Hochbahn-Wache seit 2013 folgende sicherheitsrelevante Vorfälle im Bereich der U-Bahn (Bezirk Eimsbüttel) registriert wurden:

 

2013

 

 

 

 

 

U-Bahn-

Haltestelle

Person

ermahnt o. verwiesen

Hausverbot erteilt

Strafantrag

Hausfriedens-bruch

Sachbeschädigung/ Graffiti

Anlage (> 150 €)

Sachbeschädigung/ Graffiti

Zug (> 150 €)

Niendorf Nord

40

2

6

0

1

Schippelsweg

4

0

0

0

0

Joachim-Mähl-Straße

4

1

0

0

0

Niendorf Markt

22

1

4

0

0

Hagendeel

2

0

0

3

0

Hagenbecks Tierpark

14

0

1

1

9

Lutteroth-straße

4

0

0

4

3

Gesamt

90

4

11

8

13

 

2014

 

 

 

 

 

U-Bahn-

Haltestelle

Person

ermahnt o. verwiesen

Hausverbot erteilt

Strafantrag

Hausfriedens-bruch

Sachbeschädigung/ Graffiti

Anlage (> 150 €)

Sachbeschädigung/ Graffiti

Zug (> 150 €)

Niendorf Nord

28

3

5

1

2

Schippelsweg

1

0

0

0

0

Joachim-Mähl- Straße

2

0

0

0

0

Niendorf Markt

20

2

3

0

0

Hagendeel

2

0

0

0

0

Hagenbecks Tierpark

10

0

1

0

3

Lutteroth-straße

8

0

0

0

0

Gesamt

71

5

9

1

5

 

2015*

 

 

 

 

 

U-Bahn-

Haltestelle

Person

ermahnt o. verwiesen

Hausverbot erteilt

Strafantrag

Hausfriedens-bruch

Sachbeschädigung/ Graffiti

Anlage (> 150 €)

Sachbeschädigung/ Graffiti

Zug (> 150 €)

Niendorf Nord

6

0

1

0

3

Schippelsweg

1

0

0

0

0

Joachim-Mähl-Straße

0

0

0

0

0

Niendorf Markt

14

0

2

0

0

Hagendeel

2

0

0

0

0

Hagenbecks Tierpark

8

0

0

0

3

Lutteroth-straße

2

0

0

0

0

Gesamt

33

0

3

0

6

* bis 15.06.2015

 

Die Zahl der Verweise aufgrund von Verstößen gegen die geltende Hausordnung (z.B. Alkoholkonsum, Musizieren, Betteln) ist seit 2013 leicht zurückgegangen. An den Haltestellen Hagenbecks Tierpark und Niendorf Nord kam es im Bereich der Abstellanlagen mehrfach zu großflächigen Graffiti-Anschlägen, bei denen sich die Täter unbefugt Zutritt zum Gelände der HOCHBAHN verschafft hatten. Gegenüber den Vorjahren ist die Zahl der Graffiti-Anschläge allerdings deutlich gesunken. Ursächlich hierfür war und ist das veränderte Überwachungskonzept der Hochbahn-Wache sowie der Einsatz neuer Sicherheitstechnik.

 

Der Einsatz von Mitarbeitern der Hochbahn-Wache erfolgt unter Berücksichtigung des aktuellen Lagebildes. Neben den stationären Diensten an ausgewählten Haltestellen mit besonders hohem Fahrgastaufkommen bzw. hohen Fallzahlen werden mobile Dienste aus der Betriebszentrale koordiniert und flexibel eingesetzt.

 

Alle U-Bahn-Haltestellen  und -Fahrzeuge sind mit Notrufeinrichtungen sowie Videokameras ausgestattet, sodass sowohl eine Überwachung als auch ein schnelles Eingreifen des Personals und die spätere Beweissicherung möglich sind. Dabei besteht eine enge Vernetzung zwischen der Hochbahn-Wache, der S-Bahn Wache (DB-Sicherheit) und der Polizei, die seit Juli 2011 im Rahmen einer umfassenden Sicherheitspartnerschaft gestaltet wird.

 

Für den Busverkehr liegen den Verkehrsunternehmen aufgrund der Vielzahl der Verbindungen/Haltestellen und des damit verbundenen Erfassungsaufwandes keine Daten zur Entwicklung der Sicherheitslage über die im Regionalbereich Eimsbüttel  verkehrenden Linien vor. Generell ist das Sicherheitsempfinden der Fahrgäste in Bussen nach dem Ergebnis von Befragungen jedoch relativ hoch; dieses kann sowohl durch die Ansprechbarkeit des Busfahrers als auch durch die seit 2009 eingeführte Videoüberwachung in Bussen begründet werden. Zudem sorgt der 2012 eingeführte Vorneeinstieg im Bus-Bereich zusätzlich für mehr Sicherheit für die Fahrgäste.

 

 

Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG (VHH)::

 

Alle zwei Jahre lässt die VHH von dem Meinungsforschungsinstitut tns infratest  die Zufriedenheit der Fahrgäste im Bus erheben. Auf einer Skala von 1 bis 5 gaben die Fahrgäste der VHH die Gesamtnote 2,62. Die Merkmale Sicherheit und Sauberkeit wurden wie folgt beurteilt:

 

Sicherheit im Bus                                                                                      2,43

Sicherheit an Haltestellen tags                                                         2,49

Sauberkeit im Fahrzeug                                                                       2,72

Sauberkeit und Ausstattung der Haltestellen                                           3,1

 

Die Fahrgäste beurteilen die Sicherheit und Sauberkeit in den Bussen somit mit gut bis befriedigend.

 

Alle Busse der VHH sind mit Videokameras ausgestattet. Diese dürften präventiv in Bezug auf Vandalismus wirken.  Im Fall von Vorfällen helfen die Videoaufnahmen der Polizei bei der Täterermittlung bzw. bei der Rekonstruktion eines Vorfalls. Außerdem erhöhen die Videokameras die subjektive Sicherheit der Fahrgäste.

 

Vollständige Statistiken über Übergriffe im Bus oder an den Haltestellen führt die VHH nicht, zumal die VHH nicht zwingend Kenntnis über Anzeigen erhält, denen Vorfälle im Bus zu Grunde liegen. Es sind aber Auswertungen des Betriebsberichts möglich. Im Zeitraum 1. Januar 2014 bis 22. Juni 2015 gab es insgesamt 69 gemeldete / bemerkte Vorfälle in den Kategorien Fahrgast bedroht Fahrgast, Fahrgast bedroht Fahrer, Fahrgast beschimpft Fahrer, Fahrer ruft Polizei für Passanten (hierzu zählen auch Fälle, wenn der Fahrer die Polizei ruft, weil z.B. orientierungslose Personen im Bus waren).

 

Auswertungen der Betriebsberichte im Zeitraum von 01. Januar 2014 bis 22. Juni 2015 nach Vorfällen mit/durch Fahrgäste

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Linie

FG bedroht FG

FG bedroht Fahrer

FG beschimpft Fahrer

Fahrer ruft POL für Passanten

 

 

M15

2

0

8

1

 

 

M21

10

5

12

5

 

 

M22

0

2

3

2

 

 

186

2

1

4

4

 

 

281

0

0

3

0

 

 

284

0

0

2

0

 

 

193

0

1

2

0

 

 

 

14

9

34

12

69

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Petitum/Beschluss:

Um Kenntnisnahme wird gebeten.

 


Anlage/n:

keine