Bezirksversammlung Eimsbüttel

Drucksache - 20-1193  

 
 
Betreff: Schutzstreifen für FahrradfahrerInnen im Basselweg
Status:öffentlichDrucksache-Art:Gemeinsamer Antrag
Federführend:D4 - Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt Beteiligt:Fachamt Management des öffentlichen Raumes
Beratungsfolge:
Regionalausschuss Stellingen Vorberatung
30.11.2015 
Sitzung des Regionalausschusses Stellingen zurückgestellt   
14.12.2015 
Sitzung des Regionalausschusses Stellingen beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Im südlichen Teil des Basselwegs zwischen Kieler Straße und Sportplatzring  / Koppelstraße ist für RadfahrerInnen derzeit das Fahren auf dem Gehweg erlaubt. Dafür ist jeweils zu Beginn der Straße sowie an den Einmündungen das Zusatzzeichen 1022-10 „Radfahrer frei“ angebracht.

 

Diese sogenannte „Servicelösung“ stellt hier aus verschiedenen Gründen eine verbesserungswürdige Belastung dar. Erstens werden regelmäßig Konflikte von FußgängerInnen mit dem Radverkehr auf dem Gehweg beobachtet, insbesondere im Bereich der Kindertagesstätte. Dies nicht zuletzt deshalb, weil der Gehweg größtenteils nur 1,50 Meter breit ist. Zweitens führt das Zusatzschild zu einer unnötig häufigen Nutzung des Gehwegs durch RadfahrerInnen, die sinnvollerweise die Fahrbahn nutzen sollten, was drittens einen Beitrag zu einer Beruhigung des von AnwohnerInnen häufig beklagten starken Autoverkehrs führen würde.

 

Da im Basselweg nach wie vor eine Fahrgeschwindigkeit bis Tempo 50 erlaubt und er vergleichsweise stark befahren ist, ist von einer erhöhten Schutzbedürftigkeit des Radverkehrs auf der Fahrbahn auszugehen. Daher wird die Markierung eines Schutzstreifens in beide Richtungen für sinnvoll gehalten. Dieser existiert bisher nur auf wenigen Metern an der Kreuzung zum Sportplatzring / Koppelstraße und könnte entsprechend weitergeführt werden.

 

Im nördlich anschließenden Teilstück des Basselwegs zwischen Sportplatzring / Koppelstraße und Hagenbeckallee ist der westliche Gehweg für den Radverkehr in beide Richtungen freigegeben. Da er versteckt hinter Bäumen liegt und ebenfalls recht schmal ist, dürfte diese Lösung auch hier konfliktträchtig sein, insbesondere auch im Begegnungsfall zwischen zwei RadfahrerInnen. Der Basselweg scheint an dieser Stelle weniger stark vom Autoverkehr befahren zu sein, weshalb ein besonderer Schutz für RadfahrerInnen im Sinne eines Schutzstreifens hier unnötig erscheint.

 


Petitum/Beschluss:

Die Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, sich bei der zuständigen Fachbehörde dafür einzusetzen, dass im Basselweg zwischen Kieler Straße und Sportplatzring/Koppelstraße die Freigabe des Gehwegs für den Radverkehr aufgehoben und stattdessen ein Schutzstreifen für FahrradfahrerInnen auf der Fahrbahn markiert wird. An der Einmündung in die Kieler Straße sollte für die ein- und ausfahrenden RadfahrerInnen eine sinnvolle Hin- und Abführung vom Radweg der Kieler Straße eingerichtet werden. Zudem sollte das Linksabbiegen für FahrradfahrerInnen in die Kieler Straße durch eine eigene Aufstellfläche sowie eine Absenkung des Bordsteins am dortigen Radweg (stadteinwärts) ermöglicht werden, ggf. auch mit markiertem Schutzstreifen über die Fahrbahn.

Auch die Freigabe des Gehwegs für den Radverkehr in beide Richtungen im Basselweg zwischen Sportplatzring / Koppelstraße und Hagenbeckallee sollte aufgehoben werden. Hier wird die Behörde gebeten zu prüfen, ob auf einen Schutzstreifen auf der Fahrbahn verzichtet werden kann.

 

 

Philip Engler und GRÜNE-Fraktion

Peter Schreiber und SPD-Fraktion

 


Anlage/n:

keine