Bezirksversammlung Eimsbüttel

Drucksache - 20-2846  

 
 
Betreff: Benennung einer Grünanlage neben der St. Stephanus Kirche
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussempfehlung Ausschuss
Federführend:D1 - Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Entscheidung
29.03.2018 
Sitzung der Bezirksversammlung beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Bisherige Beratungsfolge

am

TOP

Drucksache

Ergebnis

KGA (Vorlage der Verwaltung)

19.03.2018

5.1

20-2833

Empfehlung einstimmig beschlossen

 

Der Antrag auf Benennung einer kleinen Grünanlage (Flurstück 5596, Gemarkung Eimsbüttel) direkt neben der St. Stephanus Kirche (entweiht 2005) wurde am 06.03.2018 von der Stephanus-Initiative, Frau Stecker, eingereicht. Die Grünanlage soll „Stephanusgarten“ heißen.

 

Stephanus ist als Erzmärtyrer, als erster Christ, der für seinen Glauben in den Tod ging, in die Geschichte eingegangen. Die Bibel berichtet in der Apostelgeschichte von diesem außergewöhnlichen Zeugen für Christus. Nach der Überlieferung gehörte der ursprünglich hellenistische Jude zu den sieben Diakonen in der Urgemeinde. Die Diakone wurden von den Aposteln durch Handauflegung geweiht und dazu berufen, diese bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

 

Stephanus tritt schon bald in den Mittelpunkt des Interesses, denn er zeichnet sich durch ein besonderes Predigttalent aus. Seine Missionspredigten führen jedoch in heftige Auseinandersetzungen. Stephanus wurde von anderen jüdischen Gruppen der Gotteslästerung beschuldigt, da er sich frevelhaft gegenüber Tempel und Gesetz geäußert habe. Daraufhin wird der Diakon vor den Hohen Rat gestellt, wo er eine lange Verteidigungsrede hält. Stephanus wirft seinen Gegnern vor, sie selbst hätten das Gesetz gebrochen und nicht die Christen.

Stephanus liefert schließlich selbst den Anstoß für seine Verurteilung: »Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.« Diese Worte werden Stephanus als Gotteslästerung ausgelegt, so dass er sofort darauf, ohne weitere Verhandlung, zum Tode verurteilt wird. Er wird von der aufgebrachten Menschenmenge aus Jerusalem hinaus getrieben und schließlich vor den Toren der Stadt zu Tode gesteinigt. »Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an«, soll Stephanus im Augenblick seines Todes gen Himmel gerufen haben.

 

Der Überlieferung zufolge hat an der Steinigung auch Saulus, der spätere Paulus, teilgenommen. Stephanus starb wahrscheinlich im Jahr 40, seinen Leichnam bestattete der Schriftgelehrte Gamaliel in einem Grab auf seinem Acker.

Nach dem Tod des Stephanus mussten viele hellenistische Christen die Stadt verlassen, sie wirkten aber weiter und gründeten Gemeinschaften außerhalb der Heiligen Stadt. 415 wurden die Gebeine des Stephanus gefunden, Teile seiner Reliquien gelangten später über Konstantinopel nach Rom. .


Petitum:

Die Bezirksversammlung stimmt der Benennung der genannten Fläche als „Stephanusgarten“ zu.

 


Anlage/n:

keine