Bezirksversammlung Eimsbüttel

Drucksache - 20-3737  

 
 
Betreff: Pilotprojekt Straßenpark Eimsbüttel
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussempfehlung Ausschuss
Federführend:D1 - Dezernat Steuerung und Service Beteiligt:Fachamt Management des öffentlichen Raumes
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Entscheidung
23.05.2019 
Sitzung der Bezirksversammlung beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Bisherige Beratungsfolge

am

TOP

Drs.-Nr.

Ergebnis

KGA (Antrag GRÜNE-Fraktion)

20.05.2019

5.5

20-3650

Empfehlung einstimmig beschlossen

 

Viele Menschen in Eimsbüttel verzichten sowohl aus ökonomischen, ökologischen oder auch rein praktischen Gründen dauerhaft auf einen eigenen PKW. Mittlerweile hat im Kerngebiet mehr als die Hälfte der Haushalte kein Auto mehr. Dennoch besteht erheblicher Parkdruck, weshalb der öffentliche Raum im Kerngebiet stark von fahrenden und parkenden Autos geprägt ist.

Kleinteilige autofreie Zonen wären ein erheblicher Gewinn für die Lebensqualität aller Bürgerinnen und Bürger im Bezirk. Solche "Straßenparks" sind Abschnitte einer Straße, in denen KFZ-Parkplätze und parkende Autos die Ausnahme sind. Die Flächen sollen nicht für eine gewerbliche Nutzung oder andere Events genutzt werden, sondern Raum für den Alltag ohne PKW bieten. Vom Charakter ist ein Straßenpark eine stark begrünte Spielstraße ("Verkehrsberuhigter Bereich") mit der Möglichkeit für Lieferverkehr und Anwohnerinnen und Anwohner (mit eigener Tiefgarage/Stellplätzen oder zum Be- und Entladen) im Schritttempo einzufahren. Die Zufahrt kann z.B. mit einfahrbaren Pollern reguliert werden. Denkbar wäre im oder am Straßenpark Parkplätze für Car-Sharing und Elektroautos bereitzustellen.

Ein wichtiger Bestandteil für die Umsetzung eines Straßenparks wäre die Bürgerbeteiligung.

 


Beschluss:

Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, geeignete Straßenabschnitte/Kreuzungen im Kerngebiet zu prüfen, die als Pilotprojekt "Straßenpark Eimsbüttel" genutzt werden könnten, einem Verkehrsberuhigten Bereich mit stark reduziertem PKW-Parkraum. Die Abschnitte sollen in der Nähe verfügbarer Mietparkflächen liegen. Dazu muss das Gebiet über eine sehr gute Anbindung an den ÖPNV verfügen und sollte eine geringe Bedeutung für den Durchgangsverkehr haben.

 

In diesem Zuge sollen Beispiele und Erfahrungen mit ähnlichen Projekten in anderen Kommunen recherchiert und vorgestellt werden. Geeignete Standorte sollen dem Ausschuss für Verkehr unter Zuladung der Mitglieder des Kerngebietsausschusses vorgestellt werden.


Anlage/n:

keine