Bezirksversammlung Eimsbüttel

Drucksache - 21-0882  

 
 
Betreff: Schutz der Marktteilnehmerinnen und -teilnehmer in Zeiten der COVID-19-Pandemie
Status:öffentlichDrucksache-Art:Gemeinsamer Antrag
Federführend:D1 - Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:
Hauptausschuss Entscheidung
26.03.2020 
Sitzung des Hauptausschusses anstelle der Bezirksversammlung geändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:

Der Isemarkt ist durch seine Vielfältigkeit an Markständen nicht nur eine überregionale Attraktion für Touristen, sondern auch ein wichtiger Bestandteil der Nahversorgung. Durch den Standort unter dem Viadukt der U-Bahn Hoheluftbrücke/Eppendorfer Baum ergibt sich eine sehr geringe Breite von lediglich ca. 2,5 Meter Abstand in Längsrichtung zwischen den Marktständen. Auf Grund der aktuellen Lage der COVID-19-Pandemie empfiehlt das Robert-Koch-Institut einen Mindestabstand zwischen Personen von 1–2 Metern.[1] Dieser empfohlene Abstand um die Ausbreitung des COVID-19-Virus einzudämmen, und die Besucherinnen und Besucher sowie das Marktpersonal zu schützen, ist allerdings durch die geringe Breite der Marktfläche nur bedingt möglich zu realisieren. Gleichzeitig muss es das Ziel sein, den Markt möglichst lange unter Berücksichtigung des Schutzes der Bürgerinnen und Bürger und der Nahversorgung[2] aufrecht zu erhalten. Die bereits getroffenen Maßnahmen des Bezirksamtes (bspw. Reduzierung der Anzahl der Marktstände) haben bereits zu einer Entlastung beitragen können, haben jedoch noch nicht abschließend zu einer zufriedenstellenden Situation geführt.

 


[1] https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/ambulant.html.

[2] https://www.hk24.de/blueprint/servlet/resource/blob/1151846/27c66a85e74cfde42b69d00210c31b26/die-nahversorgung-in-hamburg-data.pdf.

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Petitum:

Die Bezirksamtsleitung wird gebeten, die Umsetzung folgender Maßnahmen für den Isemarkt mit der zuständigen Fachabteilung zu prüfen und gegebenenfalls schnellstmöglich für die Zeit der COVID-19-Pandemie umzusetzen bzw. anzuregen:

      Aufstellung von Hinweisschildern (Beachtung von Hygienehinweisen) am Marktein- und -ausgang;

      Deutliche Zurücksetzung der Marktstände Richtung Straßenkante (LKW oder Trans­porter, die aktuell hinter dem Stand abgestellt werden, sollten zukünftig idealerweise neben den Ständen angeordnet werden);

      Anordnung der Marktstände weitestgehend nur auf einer Seite oder jeweils gegenüber versetzt;

      Regelmäßige Kontrollen des vorhanden Park- und Halteverbots (ggf. vorab durch Absperrband zusätzlich vor Falschparkern sichern, Falschparker darauf hinweisen beziehungsweise PKWs abschleppen lassen);

      Keine Selbstbedienung durch Kundinnen und Kunden, sodass ausschließlich das Marktpersonal die Produkte herausgibt;

      Behältnisse für die Bezahlung aufzustellen;

      Bodenmarkierungen oder Absperrbänder vor den Markständen zur Einhaltung des empfohlenen Mindestabstands;

      Regelmäßige Kontrolle durch das Ordnungspersonal.

 

Sämtliche Standbetreiberinnen und -betreiber des Isemarktes sollen über die bereits erfolgten und zukünftigen Maßnahmen frühzeitig informiert werden.

Des Weiteren sind die oben genannten Maßnahmen für alle weiteren Wochenmärkte im Bezirk Eimsbüttel zu prüfen.

Jan Koriath, Dietmar Kuhlmann, Sina Demirhan und GRÜNE-Fraktion
Sascha Greshake, Rüdiger Kuhn und CDU-Fraktion

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlage/n:

keine