Bezirksversammlung Eimsbüttel

Drucksache - 21-0954  

 
 
Betreff: Förderung von Schutzimpfungen
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Federführend:D1 - Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung
30.04.2020 
Bezirksversammlung - Vertreten durch den Hauptausschuss geändert beschlossen   
Hauptausschuss Entscheidung

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:

Die Covid 19 Pandemie führt dazu, dass insbesondere ältere Menschen sowie Menschen mit Vorerkrankungen, wie Bluthochdruck, Diabetes, Herzinsuffizienz, immunsupprimierte Menschen (z.B. nach Organtransplantation, Tumorpatienten unter Chemotherapie) usw. ein geschwächtes Immunsystem haben und dadurch gefährdet sind, einen schweren Verlauf der Covid 19-Erkrankung zu erleiden als jüngere und primär gesunde Menschen.

Grundsätzlich dient ein guter und breit angelegter Impfschutz gegen Krankheiten nicht nur vielen Menschen, vor allem den gesundheitlich schwachen Menschen, sondern auch der Aufrechterhaltung von Krippen, Ganztageskindergärten, Schulen, Universitäten, Behörden und Wirtschaftsbetrieben.

Die Bevölkerung und die Bediensteten von Einrichtungen und Wirtschaftsbetrieben werden durch einen breit angelegten Impfschutz vor Erkrankungen geschützt und schützen zugleich die Menschen in ihren Arbeitsbereichen.

Zahlreiche Menschen versterben, wenn kein ausreichender Impfschutz besteht. Insbesondere bei Neuauftreten von infektiösen Krankheiten, wie z.B. Covid 19, dient ein guter Impfschutz gegen schwere Krankheitsverläufe und der Aufrechterhaltung von Einrichtungen und Wirtschaftsbetrieben.

Zu den als notwendig angesehenen Impfungen gehören laut „Ständiger Impfschutzkommission“ (STIKO) des Robert Koch Instituts die gängigen Impfungen, wie sie in den immer wieder aktualisierten Impfkalender als Empfehlung altersabhängig aufgeführt sind, wie z.B. Influenza-, Polio-, Pneumokokken-, Masern-, Mumps-, Röteln-, Diphterie-, Tetanus-, Herpes Zoster-Impfungen usw.

Ein ausreichender Impfschutz, beispielsweise gegen Pneumokokken, verringert zudem die Gefahr von Parallelinfektionen mit den damit verbundenen Gesundheitsrisiken,


 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Petitum:

Die Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz zu bitten, Mittel und Wege mit allen Bezirksämtern in Hamburg zu finden, um die Verwaltung zu veranlassen

  1. in allen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, insbesondere in den Kinderkrippen, Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen (öffentliche sowie private) auf die Gefahr fehlenden Impfschutzes in Form eines Formblattes hinzuweisen und die Empfehlungen des RKI / STIKO zu veröffentlichen;
  2. in allen Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung, insbesondere in den Bezirksämtern und Lehranstalten, für einen Impfschutz zu werben und, soweit möglich, anzubieten, wie er laut „Ständiger Impfschutzkommission“ (STIKO) des Robert Koch Instituts empfohlen wird;
  3. bei der Personalausweis- und Passausgabe jede/n Antragsteller/in auf   die Impfschutzempfehlung, wie diese laut „Ständiger Impfschutzkommission“ (STIKO) des Robert Koch Instituts herausgegeben wird, hinzuweisen.
  4. Die Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, vor Umsetzung der oben genannten Maßnahmen,  zu veranlassen, dass sachverständige Vertreter der BGV zu den Themen „Impfpflicht“ und „Impfregister“ im Sozialraum-Ausschuss darüber berichten, wie die Durchführung der Empfehlungen der „Ständigen Impfschutzkommission“ (STIKO) des Robert-Koch-Institutes in Hamburg zur Zeit umgesetzt werden.

 

 

Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, einen Bericht der Leiterin des Gesundheitsamtes Eimsbüttel zu den o.g. Thematiken bezüglich der Situation in Eimsbüttel zu veranlassen und insbesondere über die vorliegenden Erkenntnisse der Impfquote Auskunft zu erteilen.

 

Dr. A.W. Heinrich Langhein, Rüdiger Kuhn und CDU-Fraktion

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlage/n:

keine