Bezirksversammlung Eimsbüttel

Drucksache - 21-1046  

 
 
Betreff: Stellungnahme der Bezirksversammlung zur Erstverschickung der Planung zur Sanierung des Allende-Platzes
Status:öffentlichDrucksache-Art:Gemeinsamer Antrag
Federführend:D1 - Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Entscheidung
18.06.2020 
Sitzung der Bezirksversammlung (Vertreten durch den Hauptausschuss) beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:

Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) plant ab Anfang 2021 im Rahmen des Sanierungsprogramms Hamburger Plätze die Umgestaltung des Allende-Platzes.

Die Planungen wurden am 08. April 2020 an die Fraktionen verschickt. Wegen der Corona-Pandemie war die ursprünglich für den 16. März 2020 geplante Vorstellung der Planung im Kerngebietsausschuss (KGA) leider entfallen.

 

 

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Petitum:

Die Bezirksversammlung nimmt zur Planung wie folgt Stellung:

Vor dem Hintergrund des geplanten Wiederaufbaus der Synagoge am Joseph-Carlebach-Platz ist es sinnvoll, zunächst nur die Südseite des Allende-Platzes umzugestalten und aufzuwerten. Die Lage des Platzes und seine Bedeutung für das Quartier würden ohne diesen Bezug ein deutlich mutigeres planerisches Herangehen und ein höheres Budget erfordern.

Um in der Zwischenphase bis zum erfolgten Neubau der Synagoge auch die Attraktivität der Nordseite zu erhöhen, regen wir die Anschaffung platzierbarer Stadtmöbel nach dem Vorbild von Planten und Blomen oder der HafenCity Universität (HCU) für die Fläche vor dem Hochbunker an, in dem sich das Institut für Bodenkunde befindet (Allende-Platz 2). Die vor dem Gebäude befindlichen Stufen werden bei schönem Wetter von vielen Bürgerinnen und Bürgern zum Sitzen genutzt. Sie ermöglichen den Aufenthalt, ohne eine Verzehrpflicht. Zusätzlich handelt es sich hier um die sonnenbeschienene Seite der Fläche. Das Potential der Fläche zwischen Gebäude und Stufen wird bislang nicht voll ausgeschöpft.

Die Stadtmöbel sollten verrückbar, durch ihr hohes Eigengewicht aber vor Diebstahl sicher sein. Sie könnten in die spätere Planung integriert oder an anderer Stelle im Bezirksgebiet wiederverwendet werden.

Die gleichbleibende Anzahl der Behindertenplätze ist ein wichtiger Punkt der Planung.

Neben der Erhöhung der Anzahl Fahrradbügel sollen auch Abstellmöglichkeiten für Lasten­räder und behindertenfreundliche Fahrräder geschaffen werden.

Die Ersetzung der besonders für Fahrradfahrerinnen und -fahrer hinderlichen Schranke zum Universitätsgelände durch Poller wird begrüßt. Der Promenadenbereich vor dem Abaton Kino und der Pony-Bar sollte so gestaltet werden, dass er nicht mehr zur Nutzung mit dem Fahrrad einlädt. Hier sind zusätzliche bauliche Maßnahmen zu prüfen.

Die teilweise Wiederverwertung des vorhandenen Materials wird ebenso positiv gesehen, wie der Erhalt der vorhandenen Bäume und die zusätzlichen Neupflanzungen. Die Bezirks­versammlung bittet jedoch, die Möglichkeit der Pflanzungen in die Erde, statt in die vorge­sehenen Pflanzkübel zu prüfen. Bei Neupflanzen ist darauf zu achten, dass heimische Gehölze/verwendet werden und Baumscheiben ausreichend groß angelegt sind um einer weiteren Bodenversiegelung entgegen zu wirken.

Des Weiteren soll geprüft werden, ob der Standort der Recycling Container am hinteren Ende des Platzes an den Grindelhof direkt (am Allende-Platz oder vor dem Hochbunker) verlegt werden können – möglichst als Unterflur-System.

Beim baulichen Zeitablauf bittet die Bezirksversammlung, sowohl die Durchführbarkeit des Filmfestes als auch des Christgrindelmarkts im Blick zu behalten. Außerdem ist bei den Planungen darauf zu achten, dass die Zu- und Ausfahrt zu den Gebäuden am Allende-Platz weiterhin gewährleistet ist.

Sofern in den nächsten Jahren der Parkdruck durch sinkende Kfz-Zulassungszahlen oder vorherrschenden Suchverkehr im Grindelviertel geringer wird, ist es das langfristige Ziel auf der gesamten Fläche einen Platz mit freien Sichtachsen und ohne Parkplätze zu realisieren, der mit seiner hohen Aufenthaltsqualität zum Verweilen einlädt. Behindertenparkplätze, Serviceparkplätze und weitere Haltemöglichkeiten für unterschiedliche Mobilitätsteilnehme­rinnen und -teilnehmer müssten dann jedoch bedarfsgerecht an anderer Stelle im Grindelhof realisiert werden.

Diese zukünftige Planung soll durch eine weitere Bürgerbeteiligung geplant, begleitet und mit entschieden werden.

 

Kathrin Warnecke, Carl Maria Bohny, Falk Schmidt-Tobler, Nico Thies und GRÜNE-Fraktion
Thomas Thomsen, Jutta Höflich, Sascha Greshake und CDU-Fraktion

 Gabor Gottlieb und SPD-Fraktion

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlage/n:

keine