Bezirksversammlung Eimsbüttel

Drucksache - 1538/XVIII  

 
 
Betreff: Antrag auf Sondermittel der Bezirksversammlung
hier: Dachsanierung im Haus der Jugend (HdJ) Eidelstedt, Baumacker 8a
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussempfehlung Verwaltung
Federführend:D3 - Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit   
Beratungsfolge:
Hauptausschuss
12.08.2010 
Sitzung des Hauptausschusses beschlossen   

Sachverhalt
Anlage/n

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Eimsbüttel

 

 

              Drucksachen-Nr. 1538/XVIII

              22.07.2010


 

Beschlussvorlage

- öffentlich -


 


 

Beratungsfolge

am

TOP

Hauptausschuss

12.08.2010

6.1

 


!Titel!


Antrag auf Sondermittel der Bezirksversammlung

hier: Dachsanierung im Haus der Jugend (HdJ) Eidelstedt, Baumacker 8a


!Titel!


 


 


 

Sachverhalt

 


Das HdJ Eidelstedt wurde 1984 eröffnet. Es hat eine Gesamtgröße von rund 850 qm².

Das HdJ ist die einzig größere Kinder- und Jugendeinrichtung in Eidelstedt. Das Einzugsgebiet erstreckt sich auf den gesamten Stadtteil.

Zu besonderen Angeboten kommen die Besucher auch aus der ganzen Stadt.

Die Einrichtung hat eine Stammbesucherzahl von ca.285 pro Woche .Die Besucher sind zwischen 9-21 Jahre alt, mit einem Schwerpunkt in der Alterszielgruppe der 12-18 jährigen.

Das niedrigschwellige Konzept bietet Treffpunktmöglichkeiten und Freizeitangebote insbesondere für sozial benachteiligte Kinder- und Jugendliche an.

Es gelingt im Haus unterschiedliche Nationalitäten, Altersgruppen und Interessen zu integrieren.

Besondere Programmpunkte sind. :

vielfältige Sportangebote in den großen Hallen: Skaten, Breakedance, Hip Hop, Tischkickern

eine Siebdruckwerkstatt und Musikveranstaltungen

Die Räume werden regelmäßig auch an Fremdnutzer - Gruppen die sich in eigener Initiative treffen - vergeben.

 

Nach den massiven Schneefällen im letzten Winter kam es im Januar 2010 zu erheblichen Leckagen durch das Dach des Gebäudes.

Die kleine Anfrage 19/5330 (s. Anlage) vom 10.2.2010 beschäftigte sich daraufhin mit der Frage der Sicherheit des Gebäudes.

Ab 12.2.2010 musste die Einrichtung geschlossen werden.

Der Betrieb wurde erst am 20.2.2010 nach einer Überprüfung und Begutachtung der Dachkonstruktion durch eine Firma und einer Notreparatur wieder geöffnet.

 

Das Haus wird den Betrieb einstellen müssen, wenn eine gründlichere Sanierung nicht kurzfristig erfolgt.

Damit ginge das wichtigste Freizeit- und Betreuungsangebot für Kinder- und Jugendliche in Eidelstedt verloren. Alternative Räumlichkeiten für die beschriebenen Angebote sind nicht vorhanden.

Die Erfüllung der bezirklichen Aufgaben, die in der GR „Kinder-und Jugendarbeit/ Jugend-sozialarbeit“ geregelt sind, kann mit fehlender Infrastruktur in Eidelstedt nicht mehr gewährleistet werden.

Ein Sachverständiger hat die Schäden begutachtet und eine Kostenschätzung (Volumen der dringendsten Maßnahmen: 90.000 Euro) für die Sanierung erstellt.

Sein Bericht macht deutlich, dass die im Februar erfolgten Reparaturen nur provisorisch Abhilfe schaffen konnten.

Erneute Wassereinbrüche, und damit die Schließung des Hauses, sind spätestens im nächsten Winter zu erwarten.

 

Finanzierungsplan:

Bedarf für die dringendsten Sanierungen auf der

Grundlage des Gutachtens:              60.500,-€

Weitere Gutachten nach Einschätzung des Beraters:              15.000,-€

Nebenkosten Planung/ Architekt 9% (gerundet):               7.000,-€

Unvorhergesehene Kosten, geschätzt 10% (gerundet)              7.500,-€

              --------------

              Gesamt              90.000,--€

 

              Vorhandene Mittel              40.800 ,-€

 

              Fehlbedarf              49.200,--€

 

Am 27.5.10 wurde bei der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz (BSG) ein Antrag auf Mittel aus der Konjunkturoffensive 2009/2010 gestellt. Lt. Mitteilung der BSG konnte der Antrag nicht berücksichtigt werden.

Am 24.06.10 wurden bei der BSG zusätzliche Mittel für die Rahmenzuweisung 4440.701.81 – Investitionen Jugend - beantragt. Eine Antwort liegt noch nicht vor.

 

Die oben veranschlagten Sanierungsmaßnahmen müssen so schnell wie möglich in Angriff genommen werden.

Die Durchführung der Maßnahmen wird mit allen notwendigen Schritten mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Die Arbeiten sollten im Herbst - noch vor den nächsten größeren Regenperioden - abgeschlossen sein. Jede neue Leckage erhöht die Kosten, schädigt die Bausubstanz und unterbricht den laufenden Betrieb der pädagogischen Arbeit.


 

Beschlussvorschlag

 


Es werden Sondermittel in Höhe von 49.200,-€ bereitgestellt.

Falls die BSG positiv über eine anteilige Finanzierung entscheidet, werden die Sondermittel erstattet.


 


 

 

Anlage/n:

Schriftliche Kleine Anfrage 19/5330